RIGDON UND SPALDING WURDEN UNABHÄNGIG VONEINANDER

RIGDON UND SPALDING WURDEN UNABHÄNGIG VONEINANDER ALS AUTOREN GENANNT, BEVOR IRGENDJEMAND VON EINER VERBINDUNG ZWISCHEN IHNEN WUSSTE.

 

Zwei Zeitungsberichte von 1831 demonstrieren fast unmittelbaren Verdacht, dass Rigdon hinter dem Buch Mormon steckte. Spalding wurde ein Jahr später, am 14. oder 15. Febr. 1832, als wahrscheinlicher Autor genannt. Eine Verbindung zwischen Rigdon und Spalding wurde nicht vor 1833 vermutet. Dies ist ein wichtiger Punkt und verdient zusätzliche Betonung. Rigdon und Spalding wurden unabhängig voneinander von verschiedenen Menschengruppen, die die Verbindung zwischen den beiden Männern nicht kannten, als Autoren genannt.

 

Am 15. Febr. 1831 berichtete The Cleveland Advertiser:

 

Rigdon war früher ein Jünger von Campbell und man sagt, dass er ausgesandt wurde, um Bekehrte zu machen, aber es ist wahrscheinlich, dass er dachte, er fände es vorteilhafter, auf eigene Faust zu wirken, und deshalb schrieb er, wie man glaubt, das Buch Mormon, und begann seine Pilgerreise in die Stadt Kirtland, die sich als äußerster Punkt des Heiligen Landes darstellte. (Siehe: http://www.lavazone2.com/dbroadhu/OH/miscohio.htm#021531)

 

Der obige Bericht identifiziert Rigdon als wahrscheinlichen Autor des Buches Mormon direkt drei Monate nach seiner Taufe durch die Hände Oliver Cowderys.

 

In einem zweiteiligen Artikel, der im August 1831 im Morning Courier-NY Enquirer (von J.W. Webb und M.M. Noah) veröffentlicht wurde, brachte der Schreiber James Gordon Bennett Sidney Rigdon mit Smith während seiner Geldgräberaktivitäten in Zusammenhang. Gemäß Bennetts Bericht schlug einer der Geldgräber vor, nach Ohio zu gehen, um die Dienste Rigdons (im Artikel wird er „Henry Rangdon oder Ringdon oder irgend so ein Wort“ genannt, aber es wird auf Grund der verschiedenen Beschreibungen dieser Person in dem Artikel deutlich auf Rigdon Bezug genommen) sicher zu stellen, der laut Berichten die Begabung hätte, „die Bodenstellen“ zu finden, „wo Geld versteckt ist und Reichtümer erlangt werden können“. Berichten gemäß nahm Rigdon mit Smith Kontakt auf und schloss sich ihm und anderen Geldgräbern an. Siehe: http://www.lavazone2.com/dbroadhu/NY/courier.htm. Während Bennetts Bericht einige ungenaue Zitierungen enthält und nicht gut bestimmte Daten, müssten die Ereignisse vor der angeblichen Auslieferung der Goldplatten an Smith stattgefunden haben, also vor 1827. Trotz einiger Verschwommenheiten in Bezug auf die Einzelheiten scheint Bennett im Allgemeinen eine verlässliche Quelle zu sein. Seine Tagebucheintragungen bestätigen Tatsachen in dem Artikel (Cowdery et al. 2005) und er bekam später nationale Anerkennung für die Genauigkeit und Unabhängigkeit seiner Korrespondenz.

Bennetts Bericht stimmt mit anderen Geldgräberberichten überein. Die Geldgräberei der Familie Smith ist gut nachgewiesen. Weniger Information ist über Rigdons Interessen an der Schatz- und Geldgräberei verfügbar, aber einiges gibt es. 1836 reiste Rigdon mit Smith nach Salem, MA, wo sie einen fehlgeschlagenen Versuch unternahmen, Schätze zu finden, die angeblich im Keller eines Hauses versteckt sein sollten. Später in seinem Leben, als Rigdon als Dachdecker arbeitete, brachte Rigdon sein Interesse an Goldgräberei zum Ausdruck. In einem Brief, geschrieben am 22. Mai 1853 an den früheren HLT-Apostel Lyman, damals in Texas, schrieb Rigdon:

 

Es gibt zurzeit einige Aufregung in Folge der Berichte, die in den öffentlichen Zeitungen über eine reiche Goldregion die Runde machen, die in Ihrem Staat entdeckt wurde... sollte nach Ihrer Beurteilung die Aussicht in Bezug auf das Gold garantiert und der Mühe wert sein, werde ich Texas einen Besuch abstatten... Die Frage, die ich geklärt haben möchte, ist, ob ich dorthin kommen kann und meine Lebensart als Dachdecker zu der eines Goldgräbers verändern kann. Wenn der Herr es zulässt und eine Tür öffnet, damit ich gehen kann, werde ich es tun, und das so früh wie möglich. (Cowdrey et al., 2005, S. 316).

 

Geld war für Rigdon eindeutig wichtig. Während seines ganzen Lebens prägte er seinen Anhängern häufig und unerbittlich die Notwendigkeit ein, ihm finanzielle Unterstützung zu geben (Van Wagoner, 1994).

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