Eine Höhle voller Platten?

Eine Höhle voller Platten?

Offenbar befanden sich alle nephitischen und jareditischen Berichte im Hügel bei Smiths Heim in New York. Brigham Young gemäß hatte Oliver Cowdery gesagt, dass es dort im Hügel Wagenladungen von Platten gäbe:

„…Ich wohnte direkt in dem Land, wo die Platten gefunden wurden, von denen das Buch Mormon übersetzt wurde, und ich weiß eine ganze Menge über dieses Land. Ich glaube, ich werde mir die Freiheit nehmen, Ihnen von einer anderen Begebenheit zu erzählen, die so erstaunlich ist, wie etwas überhaupt sein kann. Dies ist ein Ereignis im Leben Oliver Cowderys, aber er nahm sich nicht die Freiheit, solche Dinge in Versammlungen zu erzählen, wie ich es tue… Oliver Cowdery ging mit dem Propheten Joseph mit, als er diese Platten wegbrachte. Joseph übersetzte nicht alle Platten; es gab einen versiegelten Teil, was Sie aus Lehre und Bündnisse erfahren können. Als Joseph die Platten erhielt, wies der Engel ihn an, sie zum Hügel Cumorah zurück zu bringen, was er tat. Oliver sagt, dass sich, als Joseph und Oliver dort ankamen, der Hügel öffnete und sie in eine Höhle hineingingen, in der sich ein großer und geräumiger Raum befand. Er sagt, er dachte nicht darüber nach, ob sie damals das Sonnenlicht oder künstliches Licht hatten, aber dass es so hell war wie am Tage. Sie legten die Platten auf einen Tisch; es war ein großer Tisch, der im Raum stand. Unter diesem Tisch befand sich ein Stapel von Platten so hoch wie zwei Fuß und es befanden sich insgesamt in diesem Raum mehr Platten als wahrscheinlich mehrere Wagenladungen. Sie waren in den Ecken und an den Wänden entlang aufgestapelt. Beim ersten Mal, als sie dort waren, hing das Schwert Labans an der Wand; aber als sie ein weiteres Mal dort waren, war es herunter genommen und lag auf dem Tisch quer über die Goldplatten; es war aus der Scheide gezogen und folgende Worte waren auf ihm geschrieben: „Dieses Schwert wird nicht eher in die Scheide zurückgesteckt werden, bis die Königreiche dieser Welt zum Königreich unseres Gottes und seinem Christus werden.’ Ich erzähle euch dies, als käme es nicht nur von Oliver Cowdery, aber andere, die damit vertraut waren und es ebenso gut verstanden wie wir, die hier zur Versammlung gekommen sind, genossen den Tag…“ (Predigt von Brigham Young, 17. Juni 1877, Journal of Discourses 19:38-39)

 

Da viele BYU-Professoren heute behaupten, dass die Buch-Mormon-Geschichte eigentlich im südlichen Mexiko und Guatemala stattfand und dass Moroni die Platten später nach New York brachte, fragt man sich, wie er all die Platten transportieren konnte? Deanne Matheny kommentierte über die damaligen Transportmittel:

 

„Spielzeuge mit Rädern weisen darauf hin, dass das Prinzip des Rades in einigen Gegenden Mittelamerikas bekannt war, aber kein Beweismittel deutet darauf hin, dass Räder jenseits dieses begrenzten Kontexts benutzt wurden. Es gab wenige domestizierte Tiere und somit bildeten menschliche Träger das Mittel um Güter zu transportieren.“ (New Approaches, p. 276)

 

Sie erörtert ferner das Problem von Pferden, wie sie im Buch Mormon erwähnt werden:

 

„Hinweise auf Pferde werden durch große chronologische Bereiche des Buches Mormon hindurch gefunden und in vielen Fällen werden Pferde mit Streitwagen in Zusammenhang gebracht.“ (S. 305)

 

Nach einer Erörterung des Fehlens an Beweisen für Pferde im Buch-Mormon-Zeitrahmen fährt sie fort und erörtert das Problem, indem sie vorschlägt,

 

„dass die Pferde, auf die das Buch Mormon verweist, Hirsche oder Tapire gewesen sein könnten… Es gibt wenig Beweise, die vermuten lassen, dass Tapire jemals gezähmt worden sind oder als Lasttiere benutzt wurden. Sie sind extrem scheu, verstecken sich tagsüber im Wald und kommen nachts zum Fressen heraus. Obwohl ausgewachsene Tiere zwischen 225 und 300 Kilogramm wiegen, sind sie kleine Tiere, die im Durchschnitt ungefähr einen Meter hoch werden, selbst wenn sie für irgendeinen Zweck domestiziert worden wären, wären sie zum Reiten ungeeignet… Es bietet sich kein Beweis, dass Tapire zum Reiten oder Ziehen von Streitwagen oder Karren in vorkolumbianischer Zeit benutzt worden wären oder dass sie in irgendeinem Umfang für einen anderen Zweck seit der Ankunft der Europäer benutzt worden wären. (Ebenda., S. 306-307)

 

Ohne Pferde und ohne Karren mit Rädern in Mittelamerika vor der Ankunft der Europäer scheint das Transportieren von einer solchen Menge von Metallplatten, wie Oliver Cowdery sie beschrieb, von Mexiko nach New York unmöglich.

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