Waren die Platten überhaupt notwendig?

Waren die Platten überhaupt notwendig?

HLT-Illustrationen von Joseph Smith, wie er die Platten übersetzt, zeigen ihn gewöhnlich über die Platten gebeugt, als versuchte er die Schriftzeichen zu entziffern. Es scheint aber so, als brauchte Smith nicht einmal auf die Platten zu schauen, um seine Übersetzung zu bewerkstelligen.

Josephs Frau, Emma, beschrieb ihrem Sohn die Prozedur:

Während ich für euren Vater schrieb, schrieb ich fortwährend Tag für Tag, nachdem ich dicht bei ihm am Tisch saß und er dasaß, mit seinem Gesicht in seinem Hut verborgen, mit dem Stein darin, diktierte er Stunde um Stunde, ohne dass etwas zwischen uns war… Die Platten lagen oft auf dem Tisch ohne einen Versuch, sie zu verbergen, in einer kleinen Leinentischdecke eingewickelt, die ich ihm gegeben hatte, um sie darin einzuschlagen. (Aussage Emma Smiths, Early Mormon Documents, Bd. 1, S. 541)

1834 gab Emmas Vater, Isaac Hale, eine ähnliche Beschreibung vom Übersetzungsprozess:

…Ich ging zum Haus, wo Joseph Smith Jun. wohnte und wo er und Harris mit ihrer Übersetzung des Buches beschäftigt waren… Ich sagte ihnen damals, dass ich das Ganze für eine Täuschung hielt, und ich riet ihnen, damit aufzuhören. Die Art und Weise mit der er [Smith] vorgab, zu lesen und zu übersetzen, war dieselbe, als er für die Geldgräber schaute, mit dem Stein in seinem Hut und seinen Hut über seinem Gesicht, während das Buch aus Platten gleichzeitig im Wald versteckt war! (Aussage von Isaac Hale, Early Mormon Documents, Bd. 4, S. 287)

LaMar Petersen, Autor und Historiker, bemerkte:

„Die Kirche hat sich immer stark auf den Glauben festgelegt, dass Joseph direkt von Platten übersetzte, aber mindestens ein moderner HLT-Gelehrter, Nels L. Nelson, ein Professor an der Brigham-Young-Universität folgerte andererseits: „Joseph Smith schaute nicht direkt auf die Platten, während er übersetzte. Tatsächlich waren die Platten, während sie sich im Besitz des Propheten befanden, wahrscheinlich während der meisten Zeit der Übersetzung nicht direkt in seiner Nähe.“ (The Creation of the Book of Mormon: A Historical Inquiry, von LaMar Petersen, Freethinker Press, 2000, S. 96)

Da Joseph Smith einfach die Übersetzung von dem Stein in seinem Hut ablas, war es irrelevant ob sich die Platten im Raum oder im Wald befanden. David Whitmer beschreibt den Prozess der Übersetzung:

„Ich möchte euch nun eine Beschreibung der Art und Weise der Übersetzung des Buches Mormon geben. Joseph Smith legte den Seherstein in einen Hut und vergrub sein Gesicht darin, so dass kein Licht mehr hinein kam. Und im Dunkeln schien das geistige Licht. Etwas Ähnliches wie Pergament erschien und auf diesem die Schrift, ein Schriftzeichen nach dem anderen und darunter die englische Übersetzung. Bruder Joseph las das Englische in Gegenwart von Oliver Cowdery, der sein hauptsächlicher Schreiber war. Und wenn es geschrieben war und für den Propheten wiederholt wurde, um zu sehen, ob es korrekt war, verschwand es wieder und ein neues Zeichen mit der Interpretation erschien. So wurde das Buch Mormon mit der Gabe und Macht Gottes übersetzt und nicht durch irgendeine menschliche Kraft." (An Address To All Believers in Christ, by David Whitmer, 1887, S. 12)

Nachdem Smith mit seiner Übersetzung fertig war, wurden die Platten dem Engel zurückgegeben. Smith erklärte:

„Aber durch die Weisheit Gottes, blieben sie [die Platten] sicher in meinen Händen, bis ich durch sie das zu Stande gebracht hatte, was von mir gefordert wurde. Als der Vereinbarung gemäß der Bote sie zurückverlangte, übergab ich sie ihm; und er hat sie bis auf den heutigen Tag, den 2. Mai eintausendachthundertundachtundreißig in seiner Verwahrung.“  (History of the Church, Bd. 1, S. 18-19)


 

Fortsetzung

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