DOKUMENTEN-FÄLSCHUNGSPLAN AUFGEDECKT

DOKUMENTEN-FÄLSCHUNGSPLAN AUFGEDECKT. Auf den Seiten 104-108 dieses Buches erörtern wir die Anthon-Abschrift – ein Blatt Papier, das angeblich Schriftzeichen aufweist, die von den Goldplatten kopiert worden seien. 1980 wurde bekannt gegeben, dass ein Mann namens Mark Hofmann eine weitere Kopie der Abschrift entdeckt hätte, die ohne Zweifel genau das Originalmanuskript wäre, das von Joseph Smith angefertigt wurde. Im Lichte dieser Entdeckung wurde verkündet, dass das Manuskript, das von David Whitmer aufbewahrt wurde (siehe Fotographie auf Seite 106 dieses Buches),

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nur eine sehr ärmliche Kopie des Dokuments wäre, das von Mark Hofmann gefunden wurde. Am 3. Mai 1980 berichtete der Kirchenteil der Mormonenzeitung The Deseret News folgendes in Bezug auf Hofmanns Fund:

 

 

„Ein handbeschriebenes Blatt Papier mit Schriftzeichen, die 1828 angeblich direkt von den Goldplatten kopiert wurden, ist in einer alten Bibel von einem Studenten der Utah State Universität gefunden worden.

Dies macht es zum ältesten bekannten Mormonendokument, so wie auch zur frühesten Probe der Handschrift des Propheten…

Experten glauben, dass das Papier das Original sein könnte, das von Joseph Smith von den Platten kopiert und Martin Harris im Februar 1828 gegeben wurde, um sie zur Untersuchung durch einen Sprachexperten nach New York City zu bringen…

Das Papier, das in verblichener brauner Tinte beschrieben war, wurde von Mark William Hofmann entdeckt,… Auf die Rückseite geschrieben, offensichtlich nachdem Harris das Papier von seinem Zusammentreffen mit Professor Anthon zurückbrachte, befinden sich folgende Worte:

‚Diese Schriftzeichen wurden von meiner eigenen Hand sorgsam von den Platten aus Gold kopiert und Martin Harris gegeben, der sie nach New York brachte, aber die Gelehrten konnten sie nicht übersetzen, weil der Herr sie ihnen nicht eröffnen wollte, in Erfüllung der Prophezeiung Jesajas, die im 29. Kapitel und 11. Vers geschrieben steht. [gezeichnet] Joseph Smith Jun.’

‚Nach meinem Ermessen stammt dieses Schriftstück von Joseph Smith’, sagte Dean C. Jessee, Seniormitarbeiter in der Kirchengeschichtsabteilung. Er ist eine anerkannte Autorität in Bezug auf die Handschrift des Propheten… Bruder Jessee sagte, dass nach einer vorläufigen Untersuchung das Papier und die Tinte ebenfalls jeden Anschein eines echten Materials aus der 1828er-Periode liefern…

Die Entdeckung dieses historischen Papiers durch Bruder Hofmann war ganz zufällig.

Im März kaufte er… eine Bibel, die einmal Mitglieder der Familie Joseph Smiths besessen hatten…

Die Handschrift in der Bibel ist von Samuel Smith unterzeichnet, dem Urgroßvater oder Ururgroßvater Joseph Smiths… während er durch das Buch blätterte, bemerkte er, dass zwei Seiten zusammenklebten. Er trennte sie sorgfältig auseinander und sah ein gefaltetes Papier.

‚Ich konnte nicht sagen was es war, aber ich sah die Signatur von Joseph Smith. Ich war mir nicht sicher, ob sie echt war, aber ich war ziemlich aufgeregt’, sagte er.

 

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Die Mormonenkirche veröffentlichte in der Juli-1980-Ausgabe des The Ensign Farbfotographien von der Anthon-Abschrift und einen Artikel, der „zwingende Gründe für das Annehmen als echt“ enthielt. Die Mormonenführer waren vollkommen auf das Dokument versessen. Gemäß einer beeideten Zeugenaussage, die vom früheren Kirchenarchivar Donald Smidt abgegeben wurde, wurden Hofmann schließlich Posten aus den Kirchenarchiven zum „groben Wert von $20.000“ im Austausch für die alte Bibel und das Blatt Papier, dass zwischen ihren Seiten gefunden wurde, gegeben.

1980 jubelten die Mormonengelehrten, dass Mark Hofmann solch eine hervorragende Entdeckung gemacht hatte. Professor Richard L. Anderson von der Brigham-Young-Universität wurde vom Provo-Herald vom 1. Mai 1980 zitiert, wie er folgendes sagte:

 

„Joseph Smiths Geschichte ist durch das Auffinden des Dokuments wirklich gerechtfertigt worden, weil er erwähnte, dass er Harris nach Osten schickte, um die Schriftzeichen auf den Goldplatten einem ‚Gelehrten’ zu zeigen.

Wir haben Anthons Geschichte in Buchstaben, die genau erklären, was Harris ihm zeigte. Was Anthon beschrieb stimmt bemerkenswert mit dem, was auf der neuen Abschrift geschrieben steht, überein.“

 

Dr. Anderson kommentierte auch: „Diese neue Entdeckung ist für das Buch Mormon eine Art von Schriftrollen vom Toten Meer,…“ (Ebenda)

Zuerst konnten wir keinen Grund erkennen, die „zwingenden“ Beweise anzuzweifeln, die die Mormonengelehrten in Verteidigung des Hofmann-Dokuments aufhäuften, und wir schlossen sie in die Ausgabe von 1982 des Mormonism – Shadow or Reality? ein. 1984 stießen wir aber auf Beweise, die in uns Fragen über die Echtheit der wichtigen Dokumente aufkommen ließen, die Mark Hofmann der Mormonenkirche und anderen Sammlern verkauft hatte. Der Verfall unseres Glaubens an Mr. Hofmann begann direkt, nachdem wir Auszüge von einem wichtigen Dokument erhielten, das er verkaufte und das als Salamanderbrief bekannt wurde - ein Brief, der angeblich vom Buch-Mormon-Zeugen Martin Harris 1830 an W. W. Phelps geschrieben wurde. Wir hatten gerade ein Buch mit dem Titel Mormonism, Magic and Masonry fertig gestellt, in dem wir Beweise präsentierten, die den frühen Mormonismus mit Magie verknüpfen. Wir hatten das Gefühl, dass der Salamanderbrief zusätzliche Beweise für unsere Sache liefern würde. Als wir aber die Auszüge lasen, waren wir geschockt, als wir herausfanden, dass es bedeutende Parallelen zu E. D. Howes Mormonism Unvailed gab, das das erste Mal 1834 veröffentlicht wurde – etwa vier Jahre, nachdem der Salamanderbrief angeblich geschrieben worden war. Im Salt Lake City Messenger für den März 1984 schrieben wir, dass wir „einige Bedenken in Bezug auf die Echtheit des Briefes hätten und zur gegenwärtigen Zeit nicht bereit wären, zu sagen, dass er tatsächlich von Martin Harris geschrieben wurde“.

 

In derselben Ausgabe des Messenger zeigen wir die „verwirrenden“ Parallelen zu Howes Buch auf und wir sagten: Obwohl „die Durchschnittsperson es schwer hätte, diese Dinge zu fälschen, gäbe es wahrscheinlich eine Reihe von Leuten, die so etwas tun könnten… Während wir wirklich glauben wollten, dass der Brief, der Harris zugeschrieben wird, echt ist, haben wir nicht das Gefühl, dass wir ihn bereitwillig annehmen können, bevor nicht weitere Beweise hervorkommen.“

Am 25. August 1984 schrieb John Dart folgendes in der Los Angeles Times: „…ungewöhnliche Vorsicht… ist von Jerald und Sandra Tanner zum Ausdruck gebracht worden,… Der Hinweis der Tanners auf eine Fälschung hat einige Mormonen überrascht, die bemerken, dass die Parallelen im Wortlaut als Beweis für die Echtheit genommen werden könnten.“ Die Deseret News für den 1. September 1984 berichten:

 

„…die freimütigen Mormonenkirchen-Kritiker Jerald und Sandra Tanner haben den Verdacht, dass das Dokument eine Fälschung ist, sagten sie der Deseret News.

Jerald Tanner… sagt: Ähnlichkeiten zwischen ihm und anderen Dokumenten lassen seine Wahrhaftigkeit zweifelhaft erscheinen…

Ein weiterer beunruhigender Aspekt, sagte Tanner, war der Brief, der für Harris untypisch ist: ‚Im gesamten Text des Briefes gibt es keine Erwähnung von Religion… wenn er eine Fälschung ist, dann ist das wichtig, weil es einen Dokumentenfälscher dort draußen gibt.’“

 

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Im August 1984 war es klar, dass der Beweis, den wir gefunden hatten, gegen den Salamanderbrief Zweifel auf alle wichtigen Entdeckungen warf, die Mark Hofmann seit 1980 gemacht hatte. Am 22. August 1984 veröffentlichte die Utah Lighthouse Ministry den ersten Teil einer Broschüre, die The Money-Digging Letters genannt wird. Auf Seite 9 der Veröffentlichung erschien folgende Aussage: „…eine Reihe bedeutender Dokumente sind während der 1980er ans Licht gekommen. Die Fragen, die durch den Salamanderbrief aufkamen, haben uns gezwungen, diese Dokumente näher zu betrachten.“ Am 10. Juli 1985 veröffentlichten wir eine Studie über die Anthon-Abschrift, die vorschlug, dass es Rechtschreibprobleme in dem Material geben könnte, das auf die Rückseite des Dokuments geschrieben wurde und das angeblich in der Handschrift Joseph Smiths sein sollte (siehe Mr. Boren and the White Salamander, Seite 9-10).

Während wir in Bezug auf den Salamanderbrief Nachforschungen anstellten, entdeckten wir etwas über Hofmanns Kopie der Anthon-Abschrift, das uns Sorgen machte. Dies war Charles Anthons Brief, der in Mormonism Unvailed abgedruckt war und der das Blatt Papier beschreibt, das die vom Buch Mormon abkopierten Schriftzeichen enthielt. Anthon erklärte, dass die „Buchstaben… in senkrechten Spalten angeordnet waren und das Ganze endete in einem groben Entwurf eines Kreises, der in verschiedene Felder eingeteilt war, mit verschiedenen merkwürdigen Zeichen geschmückt,…“ Diese Beschreibung stimmte genau mit dem Dokument überein, das Mark Hofmann 1980 fand. Die Abschrift, die von David Whitmer aufbewahrt wurde ist aber ganz anders. Anstatt dass die Schriftzeichen in senkrechten Spalten verlaufen, lässt dieses Papier sie in waagrechten Zeilen verlaufen. Ferner weist es kein kreisförmiges Objekt auf. Als Hofmann seine bemerkenswerte Entdeckung machte, berief man sich auf den Anthon-Brief als Beweis, dass die echte „Anthon-Abschrift“ gefunden worden war. Damals schien dies ein gutes Argument für die Echtheit des Dokuments zu sein, aber als wir später E. D. Howe’s Mormonism Unvailed im Licht seiner möglichen Beziehung zum Salamanderbrief untersuchten, entdeckten wir, dass Anthons Brief auf Seite 272 jenes Buches abgedruckt ist. Dies konnte sehr bedeutsam sein, weil die wichtigen Parallelen zum Salamanderbrief genau auf der nächsten Seite (Seite 273) beginnen. Wir können nicht anders, als uns zu fragen, ob Howes Buch für den kreativen Impuls für die Anthon-Schrift und den Salamanderbrief gesorgt hat.

Obwohl damals niemand daran zu denken schien, offenbarte Mark Hofmann nicht, von wem er die Bibel erhalten hatte, in der die Anthon-Abschrift entdeckt wurde. In einer beeideten Erklärung, die Hofmann abgab, spricht er von einem „seiner Gentleman-Freunde“. In The Ensign, Juli 1980, S. 73, spricht er von ihm als „einen Sammler-Freund“. Der Kirchenteil der Deseret News nannte ihn „den ungenannten Salt-Lake-Sammler“. (3. Mai 1980) Einmal erzählte Mark Hofmann einem Gelehrten, dass der Name des Mannes vertraulich wäre, aber einige Leute kannten ihn als Mr. „White“. So weit wir in Erfahrung bringen konnten, hat nie jemand die Identität dieser mysteriösen Person herausgefunden. Da Sammler manchmal die Eigenart haben, jede Seite eines seltenen Buchs zu überprüfen, meinten wir, dass es wichtig wäre, mit dem Mann sprechen zu können und zu sehen, ob er sich an irgendetwas zwischen den Seiten der Bibel erinnerte. In dieser Hinsicht ist es interessant, dass Mark Hofmann behauptete, dass die Abschrift „in vier Teile“ in der Bibel gefaltet war. (The Ensign, Juli 1980, S. 73) Nachdem wir misstrauisch über seine Geschichte wurden, machten wir mit einer Bibel und einem Blatt Papier ein Experiment. Wir fanden heraus, wenn man das Papier zu einem Viertel zusammenfaltet, dass es viermal so dick wird, und dies macht es ziemlich offensichtlich, dass sich etwas im Buch befindet.

Trotz der Warnungen, die wir druckten, fuhren die Kirchenführer damit fort, mit Mark Hofmann zu verkehren und ihm bis Oktober 1985 zu helfen. Am 15. dieses Monats wurde Salt Lake City von den Nachrichten erschüttert, dass Bomben zwei Menschen getötet hatten. Einer von ihnen war der Mormonenbischof Steven F. Christensen. Später wurde entdeckt, dass Mr. Christensen mit der Mormonenkirche und Mark Hofmann geheim gearbeitet hatte, um einige Dokumente zu bekommen, die für die Kirche peinlich wären. Diese Dokumente sollten von einem anonymen Käufer gekauft werden, der sie schließlich der Kirche spenden würde. Am 16. Oktober explodierte eine Bombe in Mark Hofmanns Auto und er wurde gefährlich verletzt.

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Zuerst dachte die Polizei, dass Mark Hofmann das Opfer eines grausamen Bombenlegers war. Innerhalb kurzer Zeit kamen sie aber zu dem Glauben, dass Hofmann selbst der Bombenleger war und dass er eine Bombe transportierte, die zufällig explodierte. Mr. Hofmann wurde schließlich des Mordes an Steven Christensen und Kathleen Sheets, der Frau eines anderen Mormonenbischofs, angeklagt. Am 23. Januar 1987 wurde Mark Hofmann des Mordes für schuldig gesprochen und er bekannte auch, dass der Salamanderbrief eine Fälschung war. Dokumentenexperten untersuchten sorgfältig viele von Hofmanns anderen Dokumenten und fanden heraus, dass sie Fälschungen waren. Die Anthon-Abschrift steht mit auf der Liste von gefälschten Dokumenten, die durch seine Hände gingen. Bei der Verurteilung von Mr. Hofmann empfahl Richter Rigtrup, dass „Sie den Rest Ihres natürliche Lebens im Utah-Staatsgefängnis verbringen“. (Salt Lake Tribune, 24. Jan. 1987)

In einem Artikel, der in den New York Times vom 16. Febr. 1986 veröffentlicht wurde, schrieb Robert Lindsey folgendes:

 

„SALT LAKE CITY, 13. Feb – Gerichtsdokumente zeigen auf, dass Anklagevertreter zu beweisen versuchen wollen, dass ein Mordverdächtiger hier vorhatte, von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Hunderttausende von Dollar zu erpressen, indem er peinliche historische Dokumente fälschte und sie heimlich den Kirchenführern zum Kauf anbot…

Die Anklagevertreter sagen, dass Mr. Hofmann vielleicht mit der Hilfe von unbekannten Komplizen, die ihm halfen, Fälschungen anzufertigen, in den frühen 1980ern vorhatte, die Kirche zu betrügen, indem er ihr gefälschte Dokumente verkaufte, die Zweifel auf die Richtigkeit des Buches Mormon und auf andere Aspekte der Kirchenlehren werfen… Die Anklagevertreter spekulieren, dass die Kirchenbeamten die meisten der Dokumente in den Gewölben deponiert haben, ohne sie zu beglaubigen, weil sie als potentiell beschämend für die Kirche angesehen wurden.

Gerichtsdokumente weisen darauf hin, dass einige Anklagevertreter im Staatsanwaltsbüro der Salt-Lake-Grafschaft glauben, dass Mr. Hofmanns Ziel nicht nur das war, durch den Verkauf der Dokumente Geld von der Kirche zu bekommen, sondern auch genügend Glaubwürdigkeit aufzubauen, um die Wahrnehmung der Welt vom Mormonismus zu formen.

Diese Ansicht wird von einem Mann hier geteilt, der der erste war, der anregte, dass Mr. Hofmann seine Dokumente fälschte. Es ist Jerald Tanner, ein früherer Mormone, der die Utah Lighthouse Ministry leitet, die seit Jahrzehnten die Wahrheit vieler Mormonenlehren herausgefordert hat.

In einem Interview sagte Mr. Tanner, dass er sich entschieden hätte… dass die Hofmann-Dokumente Fälschungen sein könnten, obwohl einige von ihnen… seine eigenen bilderstürmerischen Ansichten vom Mormonismus unterstützen.

In einer Zeitung, die er mit seiner Frau herausgibt, begann Mr. Tanner Fragen über ihre Echtheit aufzuwerfen, indem er in einigen Fällen die Texte mit bekannten Mormonenschriften verglich.

Aber wenn die Senior-Mormonenbeamten von seinen Warnungen erfahren hätten, hätten sie ihnen wenig Beachtung geschenkt. Etliche höchste Kirchenbeamte haben den Verhandlungen zugestimmt, um Dokumente von Mr. Hofmann zu erwerben, bis zum Tag der ersten zwei Bombenexplosionen.

Mr. Tanner sagte, dass es schien, dass Hofmanns wachsende Glaubwürdigkeit als Quelle für Dokumente ihn in eine Position brachte, in der die Dokumente, die er präsentierte, als unangreifbar betrachtet wurden. Wenn das so weitergegangen wäre, sagte Mr. Tanner, hätte Mr. Hofmann ‚die Richtung der Mormonengeschichte kontrollieren können’.“

 

F -… hatten Sie Gelegenheit, den Leuten zu erzählen, dass es – dass Sie derjenige waren, der die Sache ausfindig machte und die Sache kaufte und dass Mr. Hofmann hinzugezogen wurde, um bei der Vermarktung der Sache zu helfen?

A – Unglücklicherweise ist dies richtig.

F – Und Sie taten dies auf Anweisung von Mr. Hofmann?

A Keine Anweisung, auf seine Bitte hin. Nicht seine Bitte, dass ich eine Geschichte fabrizieren sollte, aber seine Bitte, dass ich die volle Verantwortung für das Dokument übernehmen sollte. Dies war meine Entscheidung, etliche Monate später eine Geschichte zu fabrizieren.

 

Bei der vorläufigen Anhörung wurden schließlich die Beweise gegen Mark Hofmanns Dokumente der Öffentlichkeit offenbart. Wir waren immer der Meinung, dass der beste Weg, Hofmanns Dokumente zu untersuchen, der wäre, sie alle zusammenzubringen und zu sehen, ob sie etwas gemeinsam hätten, was man in anderen Dokumenten des 19. Jahrhunderts nicht finden könnte. Zum Beispiel, wenn gezeigt werden könnte, dass das Papier und die Tinte in vielen Dokumenten Hofmanns genau dieselben wären, würde dies mit Sicherheit einen Schatten des Zweifels auf ihre Echtheit werfen. Bei der vorläufigen Anhörung, erfuhren wir, dass Experten in der Tat die Dokumente als Gruppe untersuchten und zum Schluss kamen, dass es viele Punkte gäbe, die viele Dokumente Hofmanns zeigten, die darauf hinwiesen, dass sie Fälschungen waren. William Flyn, ein namhafter Experte für forensische Dokumente, sagte in Bezug auf die Nachforschungen aus, die offenbarten, dass die Dokumente Fälschungen wären. Mr. Flyn ist der Chefuntersucher für Fragwürdige Dokumente für den Staat Arizona.

William Flyn

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behauptete, dass er „ungefähr 461 Dokumente“ untersuchte. In seiner Zeugenaussage enthüllt er, dass es die Bestandteile der Tinte waren, die für die Dokumente verwendet wurde, und der Versuch, sie künstlich zu altern, was eine flockige und rissige Erscheinung erzeugte, was die ganze Sache auffliegen ließ:

 

 

F – In Bezug auf die Tinte, fanden Sie irgendeine besondere oder unnormale Eigenart im Zusammenhang mit irgendeinem der Dokumente?

A – Ja.

F – Können Sie uns sagen, was es war?

A – Ja. Auf vielen Dokumenten,… traten mikroskopische Risse auf der Oberfläche der Tinte auf. Diese erschienen auf den in Frage stehenden… Dokumenten, die wir untersuchten.

F – Außer den Rissen, gab es da noch weitere Eigenarten?

A – Ja. Bei ultravioletter Untersuchung gab es bei etlichen der in Frage stehenden Dokumente ein Verlaufen der Tinte oder wesentliche Teile der Tinte in eine Richtung oder, als ob sie nass gewesen wäre.

F – Waren Sie in der Lage, zu bestimmen, ob es irgendwelche Hinzufügungen zu irgendeinem der Dokumente – irgendeine zusätzliche Verwendung von Tinte – gegeben hatte?

A – Ja. Auf mehreren Dokumenten gab es Tinte, die nicht mit der Gesamtheit des Dokuments übereinstimmte. Das bedeutet, dass Teile mit einer anderen Tinte dem Dokument hinzugefügt worden waren.

F – Nun,… außer diesen Eigenarten, gab es irgendetwas Gemeinsames an den Dokumenten, auf denen Sie diese Eigenarten fanden?

A – Ja.

F – Was war das?

A – Diese Anomalien, von denen ich sprach, erschienen alle auf Dokumenten, mit denen der Anklagte, Mark Hofmann, zu tun hatte.

F – Können Sie uns sagen, welche Dokumente dies waren?

A – Ja. Die Dokumente, besonders die, bei denen wir Probleme vorfanden, waren… die Anthon-Abschrift, die Segnung für Joseph Smith III., vier verschiedene weiße Notizen, das Lucy-Mack-Smith-Dokument… Josiah Stowells Brief vom 18. Juni 1825, das Dokument, das wir  E. B. Grandin-Vertrag nennen, das Martin Harris/W. W. Phelps-Dokument, das Salamanderbrief genannt wird,… der General-Smith-, General Dunham- (Entschuldigung) Joseph-Smith-Brief, das David-Whitmer-Dokument an Walter Conrad, das Dokument, das später Betsy-Ross-Brief genannt wurde, die Solomon-Spalding/Sidney-Rigdon-Landurkunde, der Brief an Brigham Young von Thomas Bullock vom 27. Juni 1865, ein Solawechsel für Isaac Galland von Joseph Smith, ein Brief, der Maria-und-Sarah-Lawrence-Brief genannt wird, die Samuel-Smith-Bibel, das Nathan-Harris-Gebetsbuch, das Bithel-Todd-Peter- und David-Whitmer-Dokument und später gab es noch etliche Formen des Briefwechsels, die ebenfalls untersucht wurden.

…..

F - Lassen Sie mich folgendes fragen: Außer diesen besonderen, die Sie in Zusammenhang mit Mr. Mark Hoffmann erwähnt haben, gab es da noch andere Dokumente bei den 461 oder so, die Sie untersucht haben und die diese Eigenarten aufweisen?

A – Nein.

 

Mr. Flyn fuhr damit fort auszusagen, dass er in „einem der alten Texte“ las, in Bezug auf die „künstliche Alterung durch eisen-gallotanische Tinte mittels Ammoniak… Nachdem ich das gelesen hatte, stellte ich eisen-gallotanische Tinten verschiedenen Typs her und setzte sie ebenfalls… sowohl Ammoniak als auch Natriumhydroxid aus und fand heraus, dass… es tatsächlich die Tinte künstlich altern ließ… Besonders das Natriumhydroxid verwandelt die eisen-gallotanischen Tinten sofort in eine tief rostige Farbe auf dem Papier. Sie ließ die Tinten aber nicht rissig werden. Erst als ich begann, einige Zusätze hinzuzufügen, die für die Tinten der damaligen Zeit typisch waren, Zucker und Gummis und der wahrscheinlich damals am üblichsten verwendete Zusatz war Gummi arabicum,…“ Flyn erklärte, dass Gummi arabicum „der Tinte gewöhnlich deshalb hinzugefügt wurde, um der Tinte Masse zu verleihen, um die Tinte zähflüssiger zu machen und auch als Konservierungsmittel… Als ich die eisen-gallotanischen Tinten mischte, entweder Zucker oder Gummi arabicum hinzufügte und sie dann mit Natriumhydroxid künstlich altern ließ, erhielt ich genau dasselbe Phänomen, das ich bei der Untersuchung der in Frage stehenden Dokumente beschrieb. Die Tinte alterte und riss in beiden Fällen auf.“

Es scheint, dass durch William Flyns Aussage der Fälscher sich durch die Verwendung von Gummi arabicum und Zucker in der Tinte ein Bein gestellt hatte. Obwohl wir nicht wissen, dass die Tinte, die man auf Hofmanns Dokumenten findet, genau aus diesen Bestandteilen zusammengesetzt war, die in einer Formel in einem Buch erwähnt werden, das man in Hofmanns Wohnung fand, ist es interessant, dass diese Formel „Zum Herstellen schwarzer Tinte“ „eine Unze Gummi arabicum“ verlangt. (Great Forgers and Famous Fakes, von Charles Hamilton, Seite 267)

Bei der vorläufigen Anhörung sagte der Dokumentenexperte George Throckmorton

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aus, dass er die angebliche Schrift Joseph Smiths auf der Rückseite der Anthon-Abschrift untersucht hätte. Er berichtete, dass er nicht in der Lage war, „eine bestätigende Identifizierung“ der Handschrift zu bekommen. Er merkte aber an, dass Joseph Smith „nicht sehr ordentlich war. Tatsächlich würde ich ihn mit meinen eigenen Worten einen schlampigen Schreiber nennen“. Seine Meinung in Bezug auf die Anthon-Abschrift war, dass die „Qualität der Schrift zu ordentlich für eine Schrift wäre, die er bei Joseph Smith gesehen hatte. Sie stimmt nicht damit überein, wie er normalerweise schrieb. Tatsächlich scheint die Schrift eine höhere Qualität zu haben als er je hätte erreichen können.“

 

Mr. Throckmorton bemerkte, dass das Hofmann-Dokument unter ultraviolettem Licht „einen charakteristischen glühenden Effekt“ hätte. Kenneth Rendell, ein bekannter Dokumentenhändler, sagte, dass die „Farbe der Tinte“ in der Anthon-Abschrift nicht richtig zu sein schien.

Dokumentenexperten fanden auf der Anthon-Abschrift selbst keinen Beweis für einen Risseffekt der Tinte, aber sie waren überzeugt, dass Hitze benutzt worden war, um die Tinte künstlich altern zu lassen. William Flyn bemerkte: „Was für das Erhitzungsmuster an dem Dokument ungewöhnlich war, war, dass… es nicht einheitlich über das ganze Dokument verteilt war, aber es gab einen Bereich, der erheblich mehr versengt war…“ George Throckmorton schien das Gefühl zu haben, dass ein gewöhnliches Bügeleisen an dem Manuskript verwendet worden sein könnte:

 

F – Was täten Sie, um, zumindest nach Ihrer Meinung, das zu duplizieren, was auf der Anthon-Abschrift zu sehen ist – diese Versengungen?

A – Ich würde als erstes Papier aus unserer Zeit verwenden, um damit zu experimentieren, indem ich ein Bügeleisen mit unterschiedlichen Temperaturen und verschiedener Dauer darauf setzte, um zu sehen, wie lange es dauern würde, bis der Versengungseffekt eintritt. Später würde ich wieder reduzieren und schließlich in der Lage sein, Briefumschläge zu benutzen, die wir für experimentelle Zwecke erhalten können.

F – Sie sagen Briefumschläge aus der Zeit des 19. Jahrhunderts…?

A – Das ist richtig. Und dieselben Experimente wurden damals durchgeführt. Ich tauchte auch einige in Ammoniumhydroxid-Lösung und andere Lösungen und nach dem Trocknen erhitze ich sie oder während des Trocknungsprozesses erhitzte ich sie ebenfalls, und ich konnte dieselben typischen Strukturen erzielen.

 

Der verheerendste Beweis gegen die Anthon-Abschrift kam hervor, als die Bibel untersucht wurde, in der es angeblich entdeckt worden ist. Der Mormonenschreiber Danel W. Bachman gab folgende Information über die Bibel: „…in der Mitte der Bibel ist eine handgeschriebene Abschrift von Amos mit der Signatur von Samuel Smith am Ende eingefügt… Hofmanns Vermutung war, dass dieser Samuel entweder der Urgroßvater oder der Ur-Urgroßvater des Propheten Joseph Smith war.“ (Brigham Young University Studies, Frühjahr 1980, Seite 327) William Flyn bemerkte, dass die angebliche Einfügung der Bibel von Samuel Smith „das datierte Wasserzeichen von 1819 aufweist, was zeigt, dass das Papier 1819 hergestellt wurde“. Mr. Flyn sagte aus, dass die Signatur Samuel Smith nicht mit der Handschrift übereinstimmte, die man im Text des Dokuments findet, und dass sie in einer anderen Tinte geschrieben wurde:

 

F – Hatten Sie eine Gelegenheit, die Handschrift des Schriftkörpers mit der Signatur selbst zu vergleichen?

A – Ja.

F – Und was waren die Ergebnisse des Vergleichs?

A – Der Schreiber des Textes, der das Buch Amos enthält, ist nicht derselbe Schreiber, der am Ende dieses Schriftstücks mit dem Namen Samuel Smith unterzeichnete.

F – Was ist mit der Tinte der Signatur selbst. Gibt es einen Unterschied zu der des Textkörpers?

A – Ja. Die Tinte, aus der Samuel Smith besteht, erscheint nirgends im Text der Schrift des Buches Amos.

 

Flyn sagte weiter aus, dass er glaubte, dass ein anderer Name an der Stelle geschrieben wäre, wo jetzt „Samuel Smith“ erscheint, und dass dieser „ausgebleicht“ worden wäre: „…es gab einen Bereich um die Signatur Samuel Smiths herum, der ausgebleicht war. Was den Anschein erweckt, dass an dieser Stelle eine andere Signatur gewesen wäre, die – alte Schrift – gewesen und die ausgebleicht worden wäre, und der Name Samuel Smith wäre darüber geschrieben worden.“ Dass der Name Samuel Smith eine gefälschte Hinzufügung des Dokuments war, wurde deutlich offenbart, als William Flyn es unter einem Mikroskop betrachtete: „Die Samuel-Smith-Signatur in der Bibel war in der Tat eines der gebrochenen Kettenglieder.“ Mr. Flyn sagte auch aus: „Die Schrift im Text selbst weist keine Risse auf, die Schrift der Signatur Samuel Smith wohl.“

William Flyns Nachforschung offenbarte auch, dass die Anthon-Abschrift nicht sehr lange Zeit in der Bibel gewesen sein konnte:

 

„Wenn das Dokument engen Kontakt mit den Seiten dieser Bibel über eine längere Zeit gehabt hätte, würde ich erwarten, dass sich die Schriftzeichen selbst, die mit der eisenhaltigen Tinte geschrieben waren, auf die Seiten selbst übertragen hätten. Die sehr säurehaltige Tinte hätte die Formen der Buchstaben in die Seiten eingeätzt – die Schriftzeichen, die aus dieser Tinte bestehen. Aber dies ist nicht passiert. Es gibt eher eine einheitliche Bräunung über die ganze Seite, als dass die Tinte selbst, die Schriftzeichen aus der Tinte, die Formen… der Buchstaben und Schriftzeichen auf der Seite in die Seiten einätzten.“

 

Als Mr. Flyn über seine Meinung in Bezug auf die Echtheit der Anthon-Abschrift gefragt wurde, antwortete er: „Meine Meinung ist, dass es kein Dokument aus jener Zeit ist.“

Der Fall des Hofmann-Dokuments wird keine wirkliche Wirkung auf diejenigen haben, die der Mormonenkirche kritisch gegenüber stehen. Unseres Wissens hat keiner der Kritiker diesbezüglich irgendeine bestimmte Behauptung aufgestellt. Einige Leute meinten, dass die Abschrift magische Schriftzeichen enthalten könnte. Wir versuchten sehr intensiv, Beweise für eine Unterstützung dieser Idee zu finden, aber schließlich waren wir zu dem Schluss gezwungen, dass die „Ähnlichkeiten“ nicht „ausreichten, um die Sache zu beweisen“. (Mormonsm, Magic and Masonry, Seite 42) Wir verglichen das Hofmann-Manuskript mit vielen Dokumenten und Proben alter Schriften, aber am Ende fanden wir uns über die Abschrift enttäuscht. Anstatt, dass sie irgendetwas enthielt, das mit irgendeiner Sprache in Bezug stand, schien Hofmanns Dokument aus bedeutungslosem Gekritzel zu bestehen.

Andererseits müssen die Mormonen sehr darüber beschämt sein. Spencer W. Kimball, der „Prophet, Seher und Offenbarer“ der Kirche, untersuchte die Abschrift mit einem Vergrößerungsglas und konnte nichts Falsches daran erkennen.

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Der Kirchenteil der Deseret News, 3. Mai 1980, berichtete: „Präsident Spencer W. Kimball drückte Bruder Hofmann Dankbarkeit für seine Entdeckung und dafür aus, ‚dass er uns darauf aufmerksam machte und sie der Obhut der Historischen Abteilung überließ’.“ Da der Prophet und die anderen Führer der Kirche nichts Falsches an dem Dokument finden konnten, wurden Mr. Hofmann Dinge aus den Mormonenarchiven im Wert von „ungefähr $20.000“ gegeben.

Es ist interessant, dass der bekannteste Apologet der Kirche, Dr. Hugh Nibley, nicht nur meinte, dass die Abschrift echt wäre, sondern sogar so weit ging, dass er verkündete, dass sie ägyptische Schriftzeichen enthielt, die übersetzt werden könnten! Im Provo-Herald, 1. Mai 1980, wurde Dr. Nibley wie folgt zitiert: „’Dies bietet keinen besseren Prüfstein für die Echtheit des Buches Mormon, als wir je bekommen werden,’…“ In derselben Zeitung gab Nibley triumphierend bekannt: „Natürlich ist sie übersetzbar“. Gemäß dem Herald, „sagte Nibley auch, dass er mindestens zwei Dutzend aus 47 Schriftzeichen im demotischen Alphabet zählte, denen phonetischer Wert zugeordnet werden könnte.

Dies bietet keinen besseren Prüfstein, als wir je bekommen werden. Niemand könnte diese Schriftzeichen gefälscht haben. Man würde nur 10 Minuten benötigen, um zu erkennen, dass dies eine Fälschung ist.“

Am 12. Mai 1980 berichtete der Provo-Herald: „Der Herald suchte Hugh Nibley auf, um zu sehen, ob er immer noch zu seiner früheren Einschätzung stand.

‚Ich sage immer noch, was ich schon zuvor gesagt habe. Es kann übersetzt werden.’“

 

Während die Zeit verging, wurde offenbar, dass weder Nibely noch sonst ein Gelehrter in der Lage war, eine akzeptable Übersetzung der Hofmann-Abschrift anzufertigen, und jedes Gerede über eine Übersetzung versiegte schließlich. Die Tatsache, dass Hugh Nibley so viele ägyptische Schriftzeichen in dieser Fälschung erkennen konnte, wirft sicherlich einen Schatten des Zweifels auf die anderen Werke, die er als Verteidigung der Kirche hervorgebracht hat.

 

Während Mormonengelehrte keine Übersetzung des Hofmann-Dokuments erstellen konnten, bemächtigte sich ein Opportunist namens Barry Fell der Situation und behauptete, dass er das Dokument lesen könnte. Er erklärte tatsächlich, dass die erste Zeile wie folgt übersetzt werden sollte: „…Ich, Nephi, ein Sohn, geboren von klugen Eltern,…“ Dies klingt natürlich wie die ersten acht Wörter des Buches Mormon: „Ich, Nephi, von guten Eltern geboren,…“ (1. Nephi 1:1) Fell behauptet, in Zeile drei folgende Worte zu finden: „Mein Vater Lehi stammte aus Salem,…“ Dies ist 1. Nephi 1:4 ähnlich: „…mein Vater Lehi hatte in Jerusalem gewohnt…“ Mr. Fell behauptete, dass Zeile zwei die Wörter „Zedekia“ und „Juda“ enthielt. Diese beiden Namen werden ebenfalls in 1. Nephi 1:4 gefunden.

 

Dr. Fell übergab sein Manuskript den Brigham Young University Studies, aber die Verantwortlichen meinten, dass es nicht veröffentlicht werden sollte. In einem Brief vom 19. Juni 1980, den Fell von den BYU Studies erhielt, finden wir folgendes:

 

„…BYU Studies ist sehr an dem Hofmann-Dokumentenfund interessiert gewesen und hoffte zuerst eine Fotokopie und eine Übersetzung davon drucken zu können; aber nach einiger Überlegung, hielten wir es für zu verfrüht für die Art einer ernsthaften Studie und Übersetzung, die das Dokument benötigt. Dann erzählten uns Freunde von Herrn Olsen, dass Sie das Dokument übersetzen könnten… Unsere Reaktion war ein sofortiges ‚Ja, wir sind interessiert’. Wir hielten sogar in der Sommerausgabe für 1980 Platz für Ihren Artikel frei.

Wir ließen sechs unabhängige Sachbearbeiter Ihren Artikel lesen und die beigefügte Übersetzungen studieren… die Abschnitte, die wir verstehen können, halten wir für sehr problematisch…

So wie es sich mit den Fachzeitschriften verhält, dass die Fachleute sich in ihrer Entscheidung einig sind, es nicht zu veröffentlichen, können wir es auch nicht tun; deshalb habe Ihren Artikel an Prof. Paul Cheesman zurückgesandt… die gegenwärtige Bemühung erscheint für eine Verwendung für uns zu voreilig.“

 

Ein interessantes Ergebnis der Diskussion über das Hofmann-Dokument war, dass sie eine Erklärung des Mormonen-Ägyptologen Edward H. Ashment in Bezug auf den Entzifferungsversuch der Whitmer-Kopie der Abschrift hervorbrachte – d. h. die echte Abschrift, die auf S. 106 dieses Buches erscheint. Ashment schrieb folgendes in Sunstone vom Mai-Juni 1980, S. 30:

 

„Nephi musste klar denselben Ägyptischtyp erlernen wie sein Vater… die Art von Ägyptisch, die angeblich als eine bekannte Form des antiken Ägyptisch erkennbar wäre.

Die Schriftzeichen auf der Anthon-Abschrift sind nicht in der Weise erkennbar. Der Autor studierte sie zusammen mit einem der vordersten Demotizisten. Sie haben sich dem Entziffern als Demotisch widersetzt und es verbleibt nur eine geringe Chance, dass sie frühere Formen des alten Ägyptisch repräsentieren.

Die Unwahrscheinlichkeit, dass die Schriftzeichen der Anthon-Abschrift zu irgendeiner bekannten Form von Ägyptisch eine Beziehung haben, schließt keine vergleichende Studien aus,…

Eine ordentliche zwischenzeitliche Folgerung ist: Moronis Aussage, dass ‚kein anderes Volk unsere Sprache kennt’, muss immer noch ernsthaft in Betracht gezogen werden.“

 

Wir werden mehr Material in Bezug auf Mark Hofmanns Fälschungen und die ernsten Verwicklungen, die sie für die Mormonenführer darstellen, in Kapitel 13 dieses Buches aufführen. Für diejenigen, die an dem Thema interessiert sind, empfehlen wir unser Buch TRACKING THE WHITE SALAMANDER: The Story of Mark Hofmann, Murder and Forged Mormon Documents.

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