1839 SCHRIEB RIGDON EINEN BRIEF

1839 SCHRIEB RIGDON EINEN BRIEF, IN DEM ER SEINE ROLLE BEI DER ERSTELLUNG DES BUCHES MORMON LEUGNETE. SEIN BRIEF ENTHIELT DEMONSTRIERBARE UNWAHRHEITEN.

 

Fünf Jahre lang nach Veröffentlichung von Howes Mormonism Unvailed am 28. Nov. 1834 lieferten Rigdon und Smith keine schriftliche Erörterung zur zentralen These des Buches, d. h. dass Rigdon Spaldings Werk abgeändert hatte, um das Buch Mormon zu erschaffen. Aber am 27 Mai 1839 schrieb Rigdon schließlich ein Dementi, begleitet von einem boshaften Angriff auf Matilda Spalding Davison (Solomon Spaldings Witwe), nachdem sie dem Boston Recorder (19. April 1839) eine Erklärung abgegeben hatte, die Rigdon mit der Fabrikation des Buches Mormon in Verbindung bringt. Ein Teil ihres Briefes lautet wie folgt:

 

Hier [in Pittsburg] fand Mr. Spaulding einen Freund und Bekannten in der Person von Mr. Patterson, der sehr darüber erfreut war und er lieh es sich zum sorgfältigen Durchlesen aus. Er behielt es lange Zeit und informierte Mr. Spaulding, dass er, wenn er eine Titelseite und ein Vorwort machen würde, es veröffentlichen würde, da es eine gute Einnahmequelle sein könnte. Dieser Mr. Spaulding weigerte sich. Sidney Rigdon, der sich so groß in der Geschichte der Mormonen dargestellt hat, stand damals mit dem Druckerbüro von Mr. Patterson in Verbindung, wie es in dieser Region wohl bekannt ist, und wie Rigdon selbst häufig erklärt hat, bekam er Kenntnis von Mr. Spauldings Manuskript und kopierte es. Es war eine allgemein bekannte Sache und das Interesse eines jeden, der mit dem Druckereigeschäft in Verbindung stand. Schließlich wurde das Manuskript seinem Autor zurückgegeben und bald, nachdem wir nach Amity umzogen, verstarb 1816 Mr. Spaulding. Dann fiel das Manuskript in meine Hände und wurde sorgsam aufbewahrt. (Siehe: http://home1.gte.net/dbroadhu/RESTOR/Lib/New1839a.htm)

 

Rigdons abstreitender Brief ist verfügbar unter: http://www.solomonspalding.com/docs2/Rob1905a.htm

 

Cowdrey at al. (2005) haben demonstriert, dass Rigdons Brief verschiedene Täuschungen enthält. Diese werden im folgenden Abschnitt zusammengefasst.

In seinem Brief behauptet Rigdon, keine frühere Kenntnis von Spalding („Ich hatte nicht die entfernteste Kenntnis von seiner Existenz“) oder von Spaldings Werk („gelogenes Gekritzel“, „ein Bündel von Lügen für den gerechten Zweck, Geld zu bekommen“) gehabt zu haben, und verunglimpfte Spalding, während er Matilda angriff („Ich habe notgedrungen eine sehr geringe Meinung von ihm als Gentleman, Gelehrten oder Mann der Frömmigkeit; denn wäre er es, hätte er mit Sicherheit seine fromme Frau gelehrt, nicht zu lügen und sich auch nicht mit Ehebrechern, Lügnern und den Niedrigsten aus der Menschheit zusammen zu tun.“). Seine Behauptung, Spalding und sein Werk nie gekannt zu haben, wird durch das Zeugnis von Rebecca Eichbaum widerlegt, die im Postamt in Pittsburgh während der Zeit arbeitete, als Rigdon und Spalding beide dort lebten. Siehe: http://www.solomonspalding.com/docs/Eich1879.htm#1879a

 

Als Beweis, dass er keine Kopie von Spaldings Werk in Pattersons Druckerladen in Pittsburgh erworben hatte, behauptete Rigdon: „Es gab keinen Mann mit Namen Patterson, während meines Wohnaufenthalts in Pittsburgh, der einen Druckerladen hatte.“ Inzwischen ist bekannt, dass Rev. Robert Patterson über einen Druckerladen die Kontrolle hatte, der seinem Cousin Silas Engles gehörte, und mit Pattersons Buchladen in Verbindung stand und dass er in einem Zeitraum in Pittsburgh wohnte, der sich mit der Zeit von Rigdons Wohnaufenthalt in Pittsburgh überlappt (1821 – Febr. 1823). Es ist ebenfalls bekannt, dass Patterson als Nachrichtenagent und Buchverkäufer wirkte, bis fast fünfzehn Jahre nach dem Tod seines Juniorpartners (J. H. Lambdin) im Aug. 1825 (Cowdrey et al., 2005).

In Bezug auf den Druckerladen behauptete Rigdon: „Was dort gewesen sein könnte, bevor ich dort wohnte, weiß ich nicht.“ Es ist bekannt, dass (1) Rigdon Pittsburgh vor der Zeit aufsuchte, als er dort wohnte, um seine Post abzuholen, (2) dass er eine umfassende Bibliothek besaß und Pittsburgh für ihn der wahrscheinlichste Ort war, wo er seine Bücher erhalten hatte, (3) dass Rigdon eine persönliche Beziehung zu J. H. Lambdin, dem Verkäufer, und Silas Engles, dem Drucker für Pattersons Verlagshaus, von 1812 bis 1816 hatte, (4) dass Rigdon für Engles Bucheinbände aus Leder herstellte.

Siehe: http://www.solomonspalding.com/docs/Eich1879.htm

Siehe: http://www.lavazone2.com/dbroadhu/PA/penn1860.htm#021779

 

In ihrer Erklärung von 1839 sagte Matilda, dass ihr Ehemann seine Geschichte Mr. Patterson gezeigt hätte und dass sie ihm gefiel, sie ausborgte und bereit war, sie zu veröffentlichen, falls eine Titelseite und ein Vorwort hinzugefügt würde. Aber gemäß Howes Mormonism Unvailed (1834) erinnerte sich Robert Patterson nicht an das Manuskript. Bei seinem Angriff auf Matilda bemächtigte sich Rigdon dieser Tatsache: „Warum hat man sich nicht die Aussage von Mr. Patterson besorgt, um der beschämenden Lügengeschichte Nachdruck zu verleihen?“ Wie Cowdrey et al. (2005) gezeigt haben, scheint Rigdons Frage ein absichtlicher Versuch der Irreführung gewesen zu sein. Rigdon wusste, dass es zwei Pattersons gab: Robert und Joseph, und Rigdon hatte mit Joseph zu tun. Als Spalding sein Manuskript zum Druckerladen brachte, führte Silas Engles das Geschäft. Um 1839, als Rigdon seine Aussage machte, war Joseph weggezogen und Lambdin und Engles waren gestorben.

Cowdrey et al. (2005) kamen zum Schluss: „Rigdon... leugnete einfach, Spalding gekannt zu haben und er fuhr fort, seine Kritiker Lügner, Ehebrecher zu nennen, und indem er den 'roten Hering'* Robert Patterson anbrachte, schaffte er es, ungestraft davon zu kommen.“

*Ablenkungsmanöver, falsche Spur

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