Abfall

Abfall

 

 

Der Mormonenapostel George A. Smith

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erzählte folgendes:

 „Nach der Organisierung der Zwölf Apostel und der weitestgehenden Fertigstellung des Kirtland-Tempels, was das Abhalten einer feierlichen Versammlung und die Verleihung des Kirtland-Endowments darin betrifft, wurde der Geist des Abfalls immer üblicher und der Schock, der die Kirche traf, wurde ernster als bei irgendeiner früheren Gelegenheit. Einer der Ersten Präsidentschaft, etliche der Zwölf Apostel, der Hohe Rat, die Präsidenten der Siebziger, die ZEUGEN DES BUCHES MORMON, die Präsidenten von Far West und eine Anzahl anderer von hohem Stand in der Kirche wurden allesamt in diesem Abfall hinweggeführt; und sie dachten, es gäbe von ihnen genügend, um eine reine Religion aufzubauen, die allumfassend werden würde.

Diese versuchte Organisation befand sich unter der Leitung von Warren Parrish,…“ (Journal of Discourses, Bd. 7, S. 114-115)

 

Die drei Zeugen wurden schließlich aus der Kirche ausgeschlossen. Martin Harris klagte Joseph Smith der „Lüge und Unzüchtigkeit“ an. Der Reihe nach veröffentlichten die Mormonenführer einen Angriff gegen den Charakter von Martin Harris. Folgendes erschien im Elders’ Journal – eine Mormonenpublikation, die von Joseph Smith herausgegeben wurde:

„Eines, das wir gelernt haben, dass es Neger gibt, die weiße Haut haben, die genauso sind wie jene mit schwarzer Haut.

Granny [Warren] Parrish hatte einige andere, die sich wie Lakaien verhielten, so wie MARTIN HARRIS, Joseph Coe, Cyrus P. Smalling, usw, aber sie sind so tief in der Achtung gesunken, dass eine Kenntnisnahme von ihnen für einen Gentleman ein zu großes Opfer wäre.

Nachdem wir so viel gesagt haben, überlassen wir diese hoffnungsvolle Gesellschaft in dem neuen Bündnis der Einheit, den sie mit den Priestern geschlossen haben. Während sie durch die Kirche in Schranken gehalten wurden und sich zumindest in gewissem Grad anständig benehmen mussten, legten die Priester den größten Widerstand gegen sie zu Tage. Aber bald wurden sie von der Mitgliedschaft der Kirche ausgeschlossen und für alle Arten von Gräueln, Schwören, Lügen, Betrügereien, Schwindeleien, Trunksucht und für alle Arten der Ausschweifung freigegeben,… (Elders’ Journal, August 1838, S. 59)

 

1838 hatte Oliver Cowdery ernsthafte Probleme mit Joseph Smith. Cowdery klagte Smith des Ehebruchs, des Lügens und Lehrens falscher Lehre an.

Schließlich wurde in Far West, Missouri, die Spaltung so groß, dass die Mormonen die Andersdenkenden hinaustrieben. John Whitmer,

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einer der acht Zeugen erzählte folgendes:

„Joseph Smith Jun., Sydney Rigdon und Hyrum Smith siedelten ihre Familien an diesen Ort, Far West, im Frühjahr 1838 um. So bald sie hier herkamen, begannen sie, ihren neu organisierten Plan durchzusetzen, der Zwietracht und Probleme, Drohungen und sogar Morde verursachte. Smith rief einen Rat der Führer zusammen und in dieser Ratsversammlung erklärte er, dass jede Person, die ein Wort gegen das Oberhaupt der Kirche sagte, über diese Prärien wie ein gehetzter Hirsch von einer Meute Hunde getrieben werden sollte, und sie bildeten sich ein, Gideoniten zu sein, wie sie genannt werden, um sich in ihren bösen Absichten zu rechtfertigen. So gaben sie am 19. Juni 1838 eine Predigt, die die SALZPREDIGT genannt wird, in der diese Gideoniten es so verstehen, dass sie die ANDERSDENKENDEN VERTREIBEN, wie sie diejenigen bezeichneten, die nicht an ihre geheimen Bündnisse, an Unzucht, an Ehebruch oder an mitternächtliche Machenschaften glaubten… Sie hatten uns gedroht, UNS ZU TÖTEN, wenn wir ihnen keine Wiedergutmachung gewährten, indem wir ihre bösen Absichten und Pläne stützten…

Aber zu unserem großen Erstaunen, als wir auf dem Weg nach Liberty, Clay County, waren, trafen wir die Familien von OLIVER COWDERY und L. E. Johnson, die SIE AUS IHREN HEIMEN vertrieben und sie all ihrer Güter, außer der Kleidung, des Bettzeugs, usw. BERAUBT hatten.

Während wir gegangen waren, hielten Jo. und Rigdon und ihre Bande von Gadiantons eine Wache bereit und beobachteten unsere Häuser und beschimpften unsere Familien und bedrohten sie, wenn sie zum Morgen nicht weg wären, dass sie HINAUSGETRIEBEN würden, und bedrohten unser Leben, falls sie uns je wieder in Far West sehen sollten.“ (John Whitmers History, Seite 22)

 

David Whitmer,

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einer der drei Zeugen des Buches Mormon, machte folgende Aussage:

 

Wenn ihr meinem Zeugnis zum Buch Mormon glaubt, wenn ihr an jenen Gott glaubt, der mit seiner eigenen Stimme zu uns drei Zeugen sprach, dann sage ich euch, dass im Juni 1838 GOTT wiederum durch seine EIGENE STIMME  aus dem Himmel ZU MIR SPRACH und mir sagte, ‚MICH VON DEN HEILIGEN DER LETZTEN TAGE ZU TRENNEN, denn so wie sie danach trachten, mir zu tun, so soll es ihnen geschehen’. Im Frühjahr 1838 waren die Führer der Kirche und viele der Mitglieder tief in IRRTUM UND BLINDHEIT gegangen… Etwa zur selben Zeit, als ich austrat, fiel der Geist Gottes auf eine ziemliche Anzahl von Brüdern, die mit ihren Familien austraten, SÄMTLICHE ACHT ZEUGEN, DIE DAMALS LEBTEN (mit Ausnahme der drei Smiths) TRATEN AUS; Peter und Christian Whitmer waren tot. OLIVER COWDERY trat ebenfalls aus. Martin Harris war damals in Ohio. Die Kirche ging tiefer und tiefer in die BOSHEIT (An Address to all Believers in Christ, von David Whitmer, 1887, S. 27-28).

 

In einem Brief vom 16. Dezember 1838 machte Joseph Smith folgende Aussage in Bezug auf die Zeugen des Buches Mormon:

„Solche Persönlichkeiten wie McLellin, JOHN WHITMER, DAVID WHITMER, OLIVER COWDERY und MARTIN HARRIS SIND ZU SCHLECHT, UM ERWÄHNT ZU WERDEN; und wir hätten sie gerne vergessen.“ (History of the Church, Bd. 3, S. 232)

Smith war sehr außer sich über David Whitmer, einem der drei Zeugen:

 

„Gott ließ solche Wesen zu, um Hiob zu quälen – aber es drang nie in ihr Herz, dass Hiob aus allem heraus kam. Dieser arme Mann, der bekennt, ein großer Prophet zu sein, findet keinen anderen DUMMEN ESEL zum Reiten als DAVID WHITMER, o verbiete seine Tollheit, wenn er hinauf geht, um Israel zu verfluchen; und dieser Esel ist nicht von derselben Art wie Balaams, denn, der Engel erschien ihm dennoch, jedoch konnte er seinen Verstand nicht ausreichend durchdringen, sondern er schreit Flüche hinaus anstatt Segen. Armer Esel! Wer auch immer am Leben bleibt, um es zu sehen, wird sehen wie er und sein Reiter umkommen, so wie diejenigen, die beim Widersprechen von Korah umkamen, oder nach der Verdammnis desselben.“ (History of the Church, Bd. 3, Seite 228)

 

Bevor sie die Andersdenkenden aus Far West, Missouri, vertrieben, schrieben die Mormonen ihnen einen sehr bedrohlichen Brief, in dem sie sie des Stehlens, Lügens und Fälschens anklagen:

„’Far West, Juni 1838.

Grüße an Oliver Cowdery, David Whitmer, John Whitmer, William W. Phelps und Lyman E. Johnson:

Während die Bürger der Caldwell-Grafschaft die Beschimpfung, die sie von euch zu verschiedenen Zeiten und bei verschiedenen Gelegenheiten erhielten, ertragen haben, bis man es nicht mehr ertragen konnte;… ihr sollt die Grafschaft verlassen, und keine Macht wird euch retten… es gibt für euch nur einen Erlass, der ist: Verschwindet, verschwindet, oder ein verhängnisvolleres Unglück wird euch ereilen.

 Nachdem OLIVER COWDERY wegen STEHLENS von einem Staatsbeamten festgenommen worden war, und der gestohlene Besitz im Haus von William W. Phelps gefunden wurde, an dessen schändlicher Verrichtung ebenfalls JOHN WHITMER teilgenommen hatte. Oliver Cowdery stahl den Besitz und übergab ihn John Whitmer. Da wir planen, dieses Papier der Welt zu veröffentlichen, geben wir einen Abriss von eurem skandalösen Betragen und Verrat in den letzten zwei Jahren. Wir möchten euch daran erinnern, dass sich Oliver Cowdery und David Whitmer unter den Hauptpersonen befanden, die die Werkzeuge waren, um uns durch ihr Zeugnis, dass sie in Bezug auf die Platten des Buches Mormon ablegten, an diesem Ort zu sammeln, dass sie ihnen durch einen Engel gezeigt wurden; diesem Zeugnis glauben wir jetzt genauso, bevor ihr es auf so SKANDALÖSE WEISE ENTEHRT hattet… OLIVER COWDERY, DAVID WHITMER und Lyman E. Johnson vereinten sich mit einer Bande von FÄLSCHERN, Dieben, Lügnern und Betrügern der übelsten Art, um zu täuschen, zu betrügen und den Heiligen ihren Besitz abzugaunern,… Während der vollen Karriere Oliver Cowderys und David Whitmers im BETRÜGERISCHEN GELDGESCHÄFT, wurde es der Welt bekannt, dass sie darin verwickelt waren, und etliche Gentlemen strebten eine gerichtliche Verfolgung gegen Cowdery an; als er dies herausfand, nahm er Lyman E. Johnson mit sich und floh mit ihren Familien nach Far West; Cowdery STAHL Eigentum,… er wurde durch Einfluss von zwei einflussreichen Männern des Ortes vor dem Zuchthaus bewahrt… ihr habt ständig Verbindung mit eurer Bande von Plünderern in Kirtland gehabt und sie ermutigt, mit ihrer Schlechtigkeit fortzufahren, was sie in Vollkommenheit taten, indem sie falsch schwörten, um die Persönlichkeiten und Eigentümer unschuldiger Menschen zu verletzen, indem sie stahlen, betrogen, logen, schikanöse Prozesse führten, Falschgeld und auch Steine und Sand als Fälschung verkauften, und in diesem schändlichen Geschäft waren Oliver Cowdery, David Whitmer und Lyman E. Johnson verwickelt… Wir haben sehr starke Beweise dafür, dass ihr genau zu dieser Zeit mit einer Bande von Fälschern, Falschmünzern und Betrügern verwickelt gewesen seid… wir werden euch aus der Caldwell-Grafschaft entfernen: So helfe uns Gott. (Brief, wie er im Senate Document 189 vom 15. Februar 1841 auf S. 6-9 zitiert wird)

 

Der Mormonenhistoriker B. H. Roberts

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machte folgende Aussage in Bezug auf diesen Brief: „Dieser folgte unglücklicherweise kurz nach einer Mitteilung, die vom Ältesten Rigdon aufgesetzt war, so heißt es, und an die führenden Andersdenkenden gerichtet war,… worin ihnen geboten wurde, die Caldwell-Grafschaft innerhalb von drei Tagen unter Androhung einer ‚schlimmeren Plage’ zu verlassen, die sie befallen würde, wenn sie sich weigern würden, zu verschwinden. Das Dokument war von vierundachtzig mehr oder weniger prominenten Männern in der Kirche unterzeichnet, aber weder der Name des Propheten noch der von Sidney Rigdon war in die Unterzeichner einbezogen.“ (Comprehensive History of the Church, Bd. 1, S. 438-439)

Gemäß Ebenezer Robinson unterzeichnete Joseph Smith eigener Bruder, Hyrum Smith, der ein Mitglied der Ersten Präsidentschaft war, ebenfalls den Brief.

Der “Far West Record” enthält einige sehr wichtige Informationen in Bezug auf Oliver Cowdery und das betrügerische Geldgeschäft. Der „Far West Record“ ist ein unveröffentlichtes „Berichtsbuch, das Protokolle von Versammlungen in Kirtland und Far West, Missouri, enthält“. Das Original befindet sich im HLT-Kirchengeschichtsschreiber-Büro. Jahre lang haben die Kirchenführer es unterdrückt (dies ist eines der Dokumente, das sie für uns nicht kopieren wollten). Aber kürzlich wurde Leland Gentry, der an seiner Dissertation an der Brigham-Young-Universität arbeitete, erlaubt, Zugriff darauf zu haben. Auf Seite 117 des „Far West Record“ fand Gentry ein Zeugnis, das von Joseph Smith und Fredrick G. Williams gegeben wurde, das versuchte, Cowdery mit dem betrügerischen Geldgeschäft zu verketten. Leland Gentry erklärt:

 

„[Fredrick G.] Williams… bezeugte, dass OLIVER IHN PERSÖNLICH ÜBER EINEN MANN IN DER KIRCHE MIT NAMEN DAVIS INFORMIERT HÄTTE, DER METALL VERSCHMELZEN UND MÜNZSTEMPEL HERSTELLEN KÖNNTE, DIE MAN VON ECHTEN NICHT UNTERSCHEIDEN KÖNNTE. Oliver erzählte angeblich Williams, dass NICHTS UNRECHTES daran wäre, solches Geld anzunehmen und in Umlauf zu bringen, vorausgesetzt es könnte nicht als unecht erkannt werden.

JOSEPH SMITHS ZEUGNIS WAR ÄHNLICH. Er behauptete, dass ein Nichtmitglied der Kirche mit Namen Sapham ihm in Kirtland erzählt hätte, dass EIN HAFTBEFEHL GEGEN OLIVER ausgegeben worden war ‚wegen Verwicklung in einen Kauf von FALSCHGELD UND MÜNZSTEMPELN, um damit Falschgeld herzustellen.’ Dem Propheten gemäß gingen er und Sidney Rigdon Oliver wegen dieser Sache besuchen und sagten ihm, wenn er SCHULDIG wäre, SOLLTE ER LIEBER DIE STADT VERLASSEN; aber wenn er unschuldig wäre, sollte er sich der Verhandlung stellen und somit freigesprochen werden. ‚In jener oder der nächsten Nacht’, sagte der Prophet, ‚VERLIESS OLIVER DIE GRAFSCHAFT’. (A History of the Latter-day Saints in Northern Missouri From 1836 to 1839, S. 146)

 

Gemäß dieser Information hätte es den Anschein, dass Joseph Smith fast in sofern ein Mittäter war, dass er Oliver Cowdery warnte, er solle vor dem Gesetz fliehen, wenn er schuldig wäre.

Joseph Smiths Zeugnis wurde zu der Zeit gegeben, als Oliver Cowdery wegen seiner Mitgliedschaft in der Kirche vor Gericht stand. Der 8. Anklagepunkt gegen Cowdery lautete wie folgt: „Achtens – Wegen Entehrung der Kirche, indem er Verbindungen mit dem FALSCHGELDGESCHÄFT gehabt hatte, wie der allgemeine Bericht es sagt.“ (History of the Church, Bd. 3, S. 16) Gemäß Joseph Smith wurde die achte Anklage gegen Cowdery „aufrechterhalten“ (History of the Church, Bd. 3, S. 17)

Der 9. Anklagepunkt gegen Cowdery lautet wie folgt: „Neuntens – Wegen unehrenhaften Zurückhaltens von Banknoten, nachdem sie bezahlt worden waren; und schließlich wegen Verlassens und Aufgebens der Sache Gottes und der Rückkehr zu den armseligen Elementen der Welt und der Vernachlässigung seiner hohen und heiligen Berufung gemäß seines Bekenntnisses.“ (History of the Church, Bd. 3, Seite 16) Gemäß Leland Gentry sagte Joseph Smith gegen Oliver Cowdery in folgender Anklage aus:

 

„Beweise, um die letzte Anklage zu stützen, nämlich dass Oliver wegen Zurückhaltens von Banknoten, nachdem sie bezahlt worden waren, und wegen des Aufgebens der Sache Gottes und der Rückkehr ‚zu den armseligen Elementen der Welt’ gab es in Hülle und Fülle. Joseph Smith bezeugte zum Beispiel, dass Cowdery ihn informiert hätte, dass er ‚zu dem Schluss gekommen wäre, zu Eigentum zu gelangen, und wenn er es nicht auf die eine Weise bekommen könnte, wollte er es auf andere Weise, GOTT ODER KEIN GOTT, Teufel oder kein Teufel, er müsste und würde zu Eigentum kommen.’ Joseph behauptete auch, dass Oliver ihm gesagt hätte, dass es, da er von anderen unehrlich behandelt worden wäre, seine Absicht wäre in der Zukunft UNEHRLICH ZU HANDELN.

„Sidney Rigdon gab ein ähnliches Zeugnis.“ (A History of the Latter-day Saints in Northern Missouri From 1836 to 1839, S. 147)

 

Die 9. Anklage wurde ebenfalls “anerkannt” und da sechs von neun Anklagepunkten anerkannt wurden, wurde Cowdery „nicht mehr als Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage betrachtet“. (History of the Church, Bd. 3, S. 17) David Whitmer wurde ebenfalls aus der Kirche ausgeschlossen.

Nachdem er sich von den Mormonen getrennt hatte, wurde Oliver ein Mitglied der „Methodist Protestant Church of Tiffin, Seneca County, Ohio“. G. J. Keen gab 1855 folgende Beeidete Erklärung ab:

 

Staat Ohio,

Seneca-Grafschaft.

Vor mir, einem Notar der Öffentlichkeit innerhhalb und für die besagte Grafschaft, erschien persönlich der Unterzeichnete G J. Keen, ein Bewohner der besagten Grafschaft und mir gut bekannt, und er wurde gemäß dem Gesetz eingeschworen, legte einen Eid ab und sagt:

„Ich kannte Oliver Cowdery gut… Einige Zeit nach Mr. Cowderys Ankunft in Tiffin, erfuhren wir von seiner (Cowderys) Verbindung zum Mormonismus…

Mr. Cowdery eröffnete ein Anwaltsbüro in Tiffin und erwirkte eine Partnerschaft mit Joel W. Wilson.

Nach wenigen Jahren brachte Mr. Cowdery den Wunsch zum Ausdruck, sich einer METHODISTISCH-PROTESTANTISCHEN KIRCHE in dieser Stadt anzuschließen.

Rev. John Souder und ich wurden zu einem Komitee berufen, um Cowdery zu besuchen und mit ihm über seine Verbindung zum Mormonismus und dem Buch Mormon zu beraten.

Dementsprechend suchten wir Mr. Cowdery an seinem Wohnsitz in Tiffin auf und erfuhren von ihm von seiner Verbindung zu jener Ordnung und von seiner völligen und endgültigen Loslösung davon.

Dann fragten wir ihn, ob er irgendetwas dagegen hätte, eine öffentliche Widerrufung abzugeben.

Er antwortete, dass er Einwände hätte; dass es an erster Stelle nichts Gutes bewirken könnte; dass er etliche gekannt hatte, die es getan und immer bedauert hätten. Und an zweiter Stelle hätte es den Zweck, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich zu lenken, Kritik einzuladen und ihn in Misskredit zu bringen.

‚Aber nichtsdestoweniger’, sagte er, ‚wenn die Kirche es verlangt, werde ich mich fügen, aber ich bevollmächtige Sie und wünsche von Ihnen und der Kirche, meine Widerrufung zu veröffentlichen und bekannt zu machen.’

Wir verlangten es nicht, aber wir gaben seinen Namen der Kirche und er wurde einstimmig als ihr Mitglied angenommen.

Zu jener Zeit erhob er sich und richtete sich an die anwesende Zuhörerschaft, gab seinen Irrtum zu und flehte um Vergebung und sagte, dass es im Leid täte und ER SICH SEINER VERBINDUNG ZUM MORMONISMUS SCHÄME.

Er setzte seine Mitgliedschaft fort, während er in Tiffin wohnte und wurde LEITER DER SABBATT-SCHULE und führte ein beispielhaftes Leben, während er bei uns wohnte.

Ich habe fünfunddreißig Jahre in dieser Stadt gewohnt und war Rechnungsprüfer dieser Grafschaft und wurde 1840 für dieses Amt ausgewählt.

Ich bin jetzt in meinem dreiundachtzigsten Lebensjahr und erinnere mich gut an die oben erzählten Tatsachen.

                                                                                (unterzeichnet) G. J. Keen

Vor mir eingeschworen und in meiner Gegenwart unterschrieben, heute am 14. April 1885.

                                                                                Frank L. Emich

                                                                      Öffentlicher Notar in Seneca, O.“

(Beeidete Erklärung wie in The True Origin of the Book of Mormon, von Charles A. Shock, Cincinnati, Ohio, 1914, S. 58-59 zitiert)

In unserem Case, Bd. 2, Seite 16, liefern  wir den fotographischen Beweis, dass Oliver Cowdery sich den Methodisten anschloss. Der Mormonenschreiber Richard L. Anderson gibt zu, dass Cowdery sich den Methodisten anschloss, aber er behauptet, dass er sein Zeugnis vom Buch Mormon nicht verleugnete:

 „Das Einstellen seiner Aktivität in der Kirche bedeutet eine Einstellung seiner Rolle als ein Zeuge für das Buch Mormon. Nicht dass seine Überzeugung aufhörte, aber er hörte damit auf, öffentlich Zeugnis zu geben, während er sich erfolgreich eine legale und politische Karriere in einer nichtmormonischen Gesellschaft erarbeitete und vermied ihren voreingenommenen Antagonismus, indem er so wenig Konflikte wie möglich schuf. Da der Glaube an Jesus Christus die Grundlage seiner Religion war, schloss er sich logischerweise eine Zeit lang einer christlichen Gemeinschaft an, der Methodistischen Protestantischen Kirche in Tiffin, Ohio. Darin gibt es nicht mehr Unvereinbarkeit als bei Paulus, als er in der jüdischen Synagoge anbetete, oder bei Joseph Smith, als er Freimaurer wurde, um gegen Vorurteile zu kämpfen. Eine späte Erinnerung an Olivers Anschluss an die Methodisten gibt vor, dass er willens war, den Mormonismus zu widerrufen, aber was dies für ihn bedeutete, ist viel zu unklar, um die Verleugnung seines Zeugnisses anzunehmen…“ (Improvement Era, Januar 1969, Seite 56)

 

Der Mormonenhistoriker B. H. Roberts behauptete, dass Oliver Cowdery nie sein Zeugnis für das Buch Mormon verleugnete, dennoch gibt er zu, dass sogar einige Mormonen glaubten, dass er es tat:

 

Es ist erwiesen, dass die Berichte über Oliver Cowderys Verleugnung seines Zeugnisses sogar unter den Heiligen in Nauvoo einen gewissen Glauben fanden; denn in ‚Times and Seasons’, veröffentlicht von der Kirche in Nauvoo, sagt ein J. H. Johnson in einigen Versen, die von ihm geschrieben wurden und die Tatsache unterstützen, dass die Wahrheit fest steht, auch wenn Männer ihr untreu werden:

Or prove that Christ was not the Lord
    Because that Peter cursed and swore?
Or Book of Mormon not His word
    Because denied, by Oliver
?

 

(Oder beweist es, dass Christus nicht der Herr war,

weil Petrus fluchte und schwörte?

Oder dass das Buch Mormon nicht Sein Wort ist,

weil es von Oliver verleugnet wurde?)

(Wie in Oliver CowderyThe Man Outstanding, von Joseph Hyrum Greehalgh, Phoenix, Ariz., 1965, Seite 28)

 

Es gibt eine Reihe von Dingen, die Oliver Cowdery vermutlich geschrieben oder gesagt hat, die unecht erscheinen (siehe unseren Case, Bd. 2, S. 17, und unsere Broschüre A Critcal Look – A Study pf the Overstreet „Confession“ and the Cowdery „Defence“). Cowderys „Defence“ (Verteidigung) wurde bis vor wenigen Jahren von Mormonen und Antimormonen akzeptiert. Eine sorgfältige Untersuchung des Beweismaterials hat uns aber zum Schluss geführt, dass „das ‚Defence’ wahrscheinlich ein gefälschtes Werk ist, das irgendwann nach 1887 geschrieben wurde – d. h. nachdem Whitmers Broschüre erschien.“ (A Critcal Look, Seite 31)

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