Smith wahrscheinlich qualifiziert

Smith wahrscheinlich qualifiziert

 

Dr. Hugh Nibley machte folgende Aussage: „Die fundamentale Regel für eine vergleichende Methode ist, wenn die Dinge sich einander ähneln, dass es eine Verbindung zwischen ihnen geben muss, und je größer die Ähnlichkeit um so enger die Verbindung.“ (Improvement Era, Okt. 1959, Seite 744)

In diesem Kapitel haben wir die „vergleichende Methode“ angewandt, um zu zeigen, dass das Buch Mormon ein Produkt des neunzehnten Jahrhunderts ist. Wir haben gezeigt, dass es Parallelen zum Buch Mormon in einem Traum gibt, den Joseph Smiths Vater hatte, und in einer Zeitung, die er abonniert hatte. Wir haben demonstriert, dass das Buch Mormon Parallelen zum Westminster-Bekenntnis enthält, das erst 1646 n. Chr. geschrieben wurde. Wir haben gezeigt, dass die Apokryphen das Wort „Nephi“ und andere wichtige Parallelen enthalten. Wir haben gezeigt, dass das Buch Mormon Hunderte von Parallelen zum Neuen Testament enthält. Es scheint ebenfalls von Shakespeare zu zitieren, der erst 1564 v. Chr. geboren wurde. Die Anti-Freimaurer-Kontroverse der 1820er spiegelt sich in den Passagen des Buches Mormon wieder. Die religiösen Kontroversen, die in Joseph Smiths Zeit wüteten, werden im Buch Mormon gefunden. Die Idee, dass die Indianer direkte Nachkommen der Israeliten wären, kam mit Sicherheit aus dem Denken in Joseph Smiths Zeit. Zusätzlich zu alledem haben wir gezeigt, dass es wichtige Parallelen zwischen dem Buch Mormon und Josiah Priests Buch The Wonders of Nature and Providence Displayed gibt, das zum ersten Mal 1825 veröffentlicht wurde und in Joseph Smiths Umgebung erhältlich war.

Dr. Hugh Nibley erklärt: „Dem geübten Auge ist jedes Dokument von beträchtlicher Länge unterworfen, das wirkliche Umfeld zu verraten, in dem es produziert wurde.“ (Since Cumorah, S. 261) Wir sind der Meinung, dass eine sorgfältige Untersuchung des Buches Mormon das wahre Umfeld offenbart hat, in dem es produziert wurde. Das Umfeld war nicht die antike Welt, wie Dr. Nibley behauptet hat, sondern eher das neunzehnte Jahrhundert.

Einige Leute haben behauptet, dass Joseph Smith das Buch Mormon nicht hätte schreiben können, weil er keine gute Ausbildung gehabt hätte. Während es wahr ist, dass Joseph Smith keine große Schulbildung hatte, war er ein sehr intelligenter Mann und er hatte sicherlich die Fähigkeit, ein Buch zu schreiben.

Nun, da Wesley P. Walters bewiesen hat, dass das Gerichtsprotokoll von 1826 echt ist, wissen wir, dass Joseph Smith immer noch an seiner Bildung arbeitete, als er ungefähr zwanzig Jahre alt war. Am 20. März 1826 bezeugte Joseph Smith, dass „er bei besagtem Stowel angestellt gewesen war und zur Schule ging“. (Fraser’s Magazine, Febr. 1873, S. 229-230) Während dies nicht bedeutet, dass Joseph Smith in seiner Bildung sehr weit fortgeschritten war, zeigt es, dass er Interesse an der Schule hatte. Der Mormonenhistoriker B. H. Roberts sagte, dass die „Angelegenheiten der Familie in den frühen Jahren ihres Wohnens in Palmyra die Dienste sogar des Burschen Josephs erforderten… so dass er sogar der kleinen Gelegenheiten beraubt wurde, die das Schulsystem des Staates boten;…“ (Comprehensive History of the Church, Bd. 1, Seite 36) Joseph Smith versuchte wahrscheinlich seine verlorenen Gelegenheiten in Bainbridge nachzuholen.

In der Vergangenheit haben viele Mormonenschreiber die Vorstellung heruntergespielt, dass Joseph Smith viel über die Welt gelernt haben könnte oder dass er Zugriff auf viele Bücher hatte. J. N. Washburn, zum Beispiel, machte folgende Aussagen: „Von absolut größter Wichtigkeit für diese Studie und für das Buch Mormon ist die Sache seiner Bildung, seine Vertrautheit mit Büchern, sein Wissen von der Welt und ihre Gelehrtheit seiner Zeit.

Die Bildungsmöglichkeiten im Hinterland vor etwa einhundert Jahren waren stark beschränkt, wenn nicht sogar überhaupt nicht existent…

Welche Bücher hat er gekannt und gelesen?

Ich habe in meinen Dateien einen Brief vom 1. April 1944 vom New York State Library Board, der achtundsechzig Bibliotheken ‚die im Staat New York während oder vor 1829 eingerichtet wurden, auflistet. Die Liste enthält keine Erwähnung irgendeiner Bibliothek oder eines Büchereikatalogs in Palmyra oder Manchester. Mir ist aber gesagt worden, dass es eine Sammlung von einigen Dutzend Bänden in der letzteren Gemeinde gab.“ (The Contents, Structure and Authorship of the Book of Mormon, S. 3-4)

 

Der Mormonenschreiber Milton V. Backman Jun. hat eine Menge Forschungsarbeit in Bezug auf diese Angelegenheit geleistet. Seine Forschung zeigt genau das Gegenteil von dem, was viele Mormonenschreiber in der Vergangenheit behauptet haben:

 

„…am 14. Januar 1817 organisierten die Einwohner von Manchester eine BÜCHEREI, die Geschichtsberichte, Biographien, Geographisches, religiöse Abhandlungen und weitere beliebte Werke dieses Zeitalters enthielt.“ (Joseph Smith’s First Vision, Salt Lake City, 1971, Seite 32)

 

„Der Eifer der frühen Genesee-Siedler nach Wissen spiegelt sich nicht nur durch das Erscheinen einer wachsenden Zahl von Zeitungen wieder, sondern auch durch ihr Einrichten von Büchereien und Buchläden im ganzen westlichen New York. EINE BÜCHEREI wurde im Dorf Palmyra während des Winters 1822-1823 eingerichtet. Im Januar 1817 richteten ebenfalls Siedler des Manchester-Dorfes eine öffentliche BÜCHEREI ein…

Während die Familie Smith in Palmyra wohnte, waren viele Werke im T. C. Strong-Buchladen erhältlich. Während des Monats Oktober 1818, zum Beispiel, wurde schätzungsweise für dreihundert Bände in The Palmyra Register Werbung gemacht,…

„Während viele Werke im Dorf Palmyra erhältlich waren, wurden zahllose weitere Bücher und Broschüren in Canandaigua, Geneva,  West Bloomfield und anderen Gemeinden der Umgebung verkauft. Schon 1815 machte ein Eigentümer in West Bloomfield bekannt, dass er MEHR ALS EINTAUSEND BÄNDE zu verkaufen hätte. Darum wurden, während die Familie Smith im westlichen New York wohnte, viele Publikationen aus jener Zeit in der Gegend verbreitet, und die Ideen vieler östlicher Intellektueller und Theologen wurden unter den Siedlern des Finger-Lake-Landes ausgestreut…

Während die Bevölkerung zunahm, wurden neue Schulen überall in den Städten Palmyra und Farmington eingerichtet… Innerhalb der vierunddreißig Städte der Ontario-Grafschaft gab es in jener Zeit [1820] 434 Schulen mit 23.439 Kindern, die unterrichtet wurden…

Im Sommer 1820 wurde eine Akademie im Dorf Palmyra eröffnet, wo Studenten Latein und Griechisch studierten

Auch wenn der junge Smith kein gieriger Leser wäre und eine magere formale Bildung genoss, war er ein demütiger, wissbegieriger Jugendlicher, der nach Wissen in Bezug auf die Welt, in der er lebte, und Gottes Plan der Erlösung trachtete.“ (Ebenda, S. 48-51)

 

Demnach ist es offensichtlich, dass Joseph Smith Zugriff auf eine große Menge Material hatte, von dem er das Buch Mormon hätte schreiben können.

Ein Dokument von Joseph Smith, das 130 Jahre von den Mormonenführern unterdrückt wurde, wirft bedeutsames Licht auf die Frage der Urheberschaft des Buches Mormon. Dieses Dokument wurde in einer Dissertation von Paul Cheesman an der Brigham-Young-Universität ans Licht gebracht und in unserem Case, Bd. 1, Seite 100-104 veröffentlicht. Als wir dieses Dokument das erste Mal sahen, waren wir von der Ähnlichkeit seines Stils mit dem, den man im Buch Mormon findet, beeindruckt. Zum Beispiel beginnt Joseph Smith seine Geschichte, indem er erklärt: „…Ich wurde in der Stadt Sharon im Staat Vermont, Nordamerika, am dreiundzwanzigsten Dezember 1805 VON GUTEN ELTERN geboren…“ („An Analysis of the Accounts Relating Joseph Smith’s Early Visions“, M. A. Thesis, Birgham-Young-Universität, Mai 1965, Seite 127, Zeile 15)

Dieser Satz hat für diejenigen ein vertrauter Klang, die das Buch Mormon gelesen haben. Das Buch Mormon beginnt wie folgt: „Ich, Nephi, VON GUTEN ELTERN geboren,…“ (1. Nephi 1:1)

In Zeile 24 auf Seite 127 benutzt Joseph Smith die Worte, „Suffice it to Say“; diese Worte sind den Worten „For it sufficeth me to say [Denn es genügt, wenn ich sage]“ ähnlich, die man in 1. Nephi 6:2 findet. Joseph Smith gebrauchte die Worte „immortal Soul [unsterbliche Seele]“ auf S. 127 und 128; diese Worte findet man auch im Buch Mormon, Mosiah 2:38. In Zeile 6 auf Seite 128 der Dissertation benutzt Joseph Smith die Phrase „grief to my soul“. Dies ist der Phrase „grieveth my soul [betrübt meine Seele]“, die man im Buch Mormon, 2. Nephi 26:11 findet, sehr ähnlich. In der nächsten Zeile gebraucht Joseph Smith die Phrase „pondered many things in my heart“. Dies ist der Phrase „ponder somewhat in your hearts [etwas in eurem Herzen nachdenkt]“, die man im Buch Mormon, 2. Nephi 32:1, findet, sehr ähnlich.

Es könnten weitere Beispiel zitiert werden, aber dies sollte genügen, um den Leser zu überzeugen, dass der Stil, den man in diesem Dokument findet, dem ähnlich ist, den man im Buch Mormon vorfindet.

Eine Sache, die sehr interessant ist, sind diese kleinen Teile von Heiliger Schrift, die in dieses Dokument auf dieselbe Weise in dieses Dokument eingewoben sind, wie wir sie im Buch Mormon finden (siehe unseren Case, Bd. 1, S. 101-104). Dieses Dokument zeigt sicherlich, dass Joseph Smith in der Lage war, das Buch Mormon zu schreiben.

 
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