Zu viel Aufregung

Zu viel Aufregung

 

Während das Zeugnis der Acht Zeugen damit erklärt werden könnte, dass sie zugaben, dass Joseph eine Art von Platten hätte, ist das Zeugnis der Drei Zeugen schwieriger zu erklären. Sie behaupten, dass „ein Engel Gottes vom Himmel herab kam, und er brachte die Platten und legte sie vor unsere Augen, so dass wir die Platten sahen und die Gravierungen darauf“; …

Außer dem Engel, der den drei Zeugen des Buches Mormon erschien, gab es viele andere Gelegenheiten in der Geschichte des Mormonismus, wann angeblich Engel erschienen sind. Joseph Smith verkündete, dass am 27. März 1836 der Kirtland-Tempel

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mit Engeln erfüllt war: „Bruder George A. Smith erhob sich und begann zu prophezeien, als man ein Geräusch hören konnte, wie der Klang eines rauschenden, mächtigen Winds, der den Tempel erfüllte, und die gesamte Versammlung erhob sich gleichzeitig, bewegt von einer unsichtbaren Macht; viele begannen in Zungen zu sprechen und zu prophezeien; andere sahen herrliche Visionen; und ich sah, dass der Tempel mit ENGELN GEFÜLLT war, und ich verkündete der Versammlung diese Tatsache. Die Leute aus der Nachbarschaft rannten zusammen (da sie von innen ein ungewöhnliches Geräusch hörten und ein helles Licht wie eine Feuersäule auf dem Tempel ruhen sahen), und sie waren über das, was sich ereignete, verwundert.“ (History of the Church, Bd. 2, Seite 428)

Unter dem Datum vom 30. März 1836 erscheint folgendes in Joseph Smiths History: „Der Erlöser erschien einigen, während Engel anderen dienten,… die Ereignisse dieses Tages sollen auf den Seiten der heiligen Geschichte weitergereicht werden, allen Generationen; wie der Pfingsttag, so soll dieser Tag gerechnet und als Jubeljahr und als Zeit der Freude für die Heiligen des Allerhöchsten Gottes gefeiert werden.“ (ebenda, S. 433)

Joseph Smith behauptete, dass er und Oliver Cowdery Moses, Elias, Elijah und den Herrn im Kirtland-Tempel sahen (siehe Lehre und Bündnisse, Abschnitt 110). Wenn jemand nur Joseph Smiths Bericht von diesem „Endowment“ liest, ist er wahrscheinlich sehr beeindruckt. William E. McLellin liefert aber eine ganz andere Geschichte. Er behauptet, dass es „kein Endowment“ gab. Im März 1848 sagte er: „…wir bestätigen entschieden, dass es bis jetzt in Kirtland KEIN Endowment von Gott gegeben hat.“ (Ensign of Liberty, Kirtland, Ohio, März 1848, Seite 69) Man sollte sich erinnern, dass McLellin einer der Zwölf Apostel zu der Zeit war, als angeblich das Endowments gegeben worden war. Auf Seite 6-7 derselben Publikation schloss sich William E. McLellin fünf anderen an und erklärte:

„Und während des Winters von fünfunddreißig und sechsunddreißig sammelten sich Hunderte und Aberhunderte von Geistlichen der Kirche… um ihr ‚ENDOWMENT AUS DER HÖHE’ zu erhalten… Schließlich am 6. April war die Zeit, die lang ersehnte Zeit gekommen… die meisten von ihnen erwarteten dort den Besuch des Herrn, bis er sich sichtbar zeigte, indem er sich über sie ergoss, wie damals, ‚gespaltene Feuerzungen’, so dass sie in alle Welt gehen und zu ihnen in ihrer eigenen Sprache sprechen könnten,…

Aber leider müssen wir berichten, dass das Licht der Sonne des nächsten Morgens hunderte Enttäuschte vorfand, die ihren Weg von diesem noblen Gebäude fort aufnahmen, in ihre Heime und an ihre Feuerstellen, um darüber nachzudenken und über diese traurige Enttäuschung zu brüten. Das mindeste, das wir über das erwartete Endowment sagen können: ES WAR EIN FEHLSCHLAG!!“

 

Über die Weihung in Kirtland sprechend erklärte der Mormonenapostel George A. Smith: (Journal of Discourses, Bd. 11, S. 10) „An jenem Abend gab es eine Ansammlung… die sich auf vierhundert und sechzehn belief, die sich im Haus versammelten; … David Whitmer gab Zeugnis, dass er drei Engel sah, die den südlichen Gang hinaufpassierten, und dort kam eine Erschütterung über das Haus, wie ein mächtig rauschender Wind,… und Hunderte von ihnen sprachen in Zungen… oder verkündeten Visionen,…“ (Journal of Discourses, Bd. 11, Seite 10) Es ist interessant, dass David Whitmer, einer der drei Zeugen für das Buch Mormon, die Geschichte „ein zusammengesponnenes Garn“ nannte. Tatsächlich erklärte ein Reporter der Des Moines Daily News, dass Whitmer die Kundgebungen im Tempel leugnete (im Artikel heißt es „Tempel in Nauvoo“, aber es muss Kirtland-Tempel heißen, da Whitmer die Kirche verließ, bevor der Nauvoo-Tempel gebaut war):

 

„Viele Verkündungen des Propheten, nachdem er den Geist der Offenbarung verloren hatte, die Prophezeiungen genannt wurden, trafen bemerkenswerterweise nicht ein. Der großartige himmlische ‚Besuch’, der angeblich im Nauvoo-Tempel stattgefunden haben soll, war EIN GROSSES FIASKO. Die Ältesten waren an dem bestimmten Tag versammelt, von dem verheißen wurde, dass er ein wahrhaftiges Pfingsten werden würde, aber ES GAB KEINEN BESUCH. Kein Petrus, Jakobus und Johannes, kein Moses und Elias erschien. ‚Ich befand mich bei jener Gelegenheit auf meinem Sitzplatz’, sagt Mr. Whitmer, ‚und ICH WEISS, DASS, DIE GESCHICHTE, DIE SENSATIONELL IM UMLAUF WAR, und die jetzt in den Berichten der Utah-Mormonen als tatsächliches Ereignis steht, nichts als ein ZUSAMMENGESPONNENES GARN war. Ich sah eine ganze Menge von diesen Dingen, von denen ich weiß, dass sie nicht richtig waren, aber ich hielt an der Geduld fest, im Vertrauen, dass schließlich alles richtig werden würde.’“ (The Des Moines Daily News, 16. Okt. 1886)

 

David Whitmers Vorwurf, dass das Endowment “zusammengesponnenenes Garn“ war, wird sehr interessant, wenn wir den Bericht über den Vorgang vom 27. März 1836, der damals veröffentlicht wurde, mit dem vergleichen, der ungefähr sechzehn Jahre später in Joseph Smiths History veröffentlicht wurde. Im Messenger and Advocate für den März 1836 lesen wir:

„Präsident F. G. Williams gab Bericht, dass ein Heiliger Engel Gottes kam und sich zwischen ihn und Joseph Smith Sen. setzte, während das Haus geweiht wurde.

Präsident Hyrum Smith (einer aus dem Bau-Komitee) machte einige angemessene Bemerkungen…“ (Messenger and Advocate, Bd. 2, Seite 281)

 

In Joseph Smiths History – die das erste Mal ungefähr sechzehn Jahre später in Utah veröffentlicht wurde – ist eine Aussage, dass David Whitmer einen Engel sah, hinzugefügt worden:

 

„Präsident Frederick G. Williams erhob sich und bezeugte dass… ein Engel durch das Fenster eintrat und zwischen Vater Smith und ihm Platz nahm und dort während des Gebets verblieb.

PRÄSIDENT DAVID WHITMER SAH EBENFALLS ENGEL IM HAUS.

Präsident Hyrum Smith machte einige angemessene Bemerkungen…“ (History of the Church, Bd. 2, Seite 427)

 

Anscheinend sahen einige Mormonen die Engel und andere nicht. Bei der Beerdigung von Myron Tanner, gab Präsident David John folgende Erklärung über die Engel in Kirtland ab: „Bischof Tanner erzählte mir, dass er Engel während jenes Tages hinauf- und heruntersteigen sah und dass er seine Mutter herausrief, um sie zu sehen, aber seine Mutter konnte sie nicht sehen, obwohl er sie deutlich sah.“ (Biography of Myron Tanner, veröffentlicht mit Erlaubnis der Familie, Salt Lake City, 1907, Seite 28-29)

Ebenezer Robinson machte folgende Aussage in Bezug auf den Engel, der sich angeblich zwischen F. G. Williams und Joseph Smiths Vater setzte:

 

„’Präsident F. G. Williams gab Bericht, dass ein Heiliger Engel Gottes kam und sich zwischen ihn und Joseph Smith Sen. setzte, während das Haus geweiht wurde.’

WIR SAHEN DEN ENGEL NICHT, aber der Eindruck ist offensichtlich bei einigen zurückgeblieben, dass wir den Engel gesehen hätten, auf Grund der Tatsache, dass verschiedene Personen, Fremde von auswärts, uns aufgesucht und ihre Freude zum Ausdruck gebracht hatten, eine Person treffen zu können, die einen Engel gesehen hatte, wobei sie sich auf obigen Umstand bezogen. Wir sagten ihnen, dass sie sich irrten, dass WIR KEINEN ENGEL GESEHEN HATTEN, aber dass Präsident F. G. Williams es bezeugte, wie oben erklärt. Wir glaubten seinem Zeugnis und haben oft darüber gesprochen, sowohl öffentlich als auch privat.“ (The Return, Bd. 1, Nr. 6, Juni 1889, maschinengeschriebene Kopie)

 

Wenn wir uns das Zeugnis der Drei Zeugen für das Buch Mormon oder den Bericht über die Ereignisse im Kirtland-Tempel ansehen, sollten wir daran denken, dass die frühen Mormonen sehr leichtgläubig waren und sich in einen Zustand der Erregung bringen konnten, in der sie tatsächlich glaubten, dass sie Visionen sahen. Der Mormonenapostel George A. Smith machte folgende Aussage in Bezug auf ein Ereignis im Kirtland-Tempel: „Sylvester Smith gab Zeugnis über das Sehen der Heerscharen des Himmels und der Reiter. In seiner Bemühung und Aufregung schien es so, als wollte er durch die Decke springen.“ (Journal of Discourses, Bd. 11, S. 10)

 

John Whitmer, der Kirchengeschichtsschreiber in der Zeit Joseph Smiths war, erzählte folgendes in Bezug auf einige Visionen, die Mitglieder der Kirche hatten:

„Als beständige Erinnerung an die Schande und Verwirrung des Teufels, gestattet mir einige Dinge in Bezug auf das Vorgehen derer zu sagen, die Jünger waren, und einige bleiben unter uns und werden es auch weiterhin, und sind aus dem Irrtum und aus der Begeisterung herausgekommen, in die sie gefallen waren.

Einige hatten Visionen und konnten nicht sagen, was sie sahen. Einige bildeten sich ein, dass sie das Schwert Labans hätten und es als Experte wie ein „Lichtdrachen“ führen können; einige benahmen sich wie ein Indianer BEIM SKALPIEREN; einige RUTSCHTEN ODER ROLLTEN mit der Schnelligkeit einer Schlange AUF DEM FUSSBODEN, was sie als ‚Segeln im Boot zu den Lamaniten, um ihnen das Evangelium zu predigen’ bezeichneten; und viele andere vergebliche und törichte Manöver, die zu erwähnen unpassend und nutzlos wäre. So verblendete der Teufel die Augen einiger guter und ehrenhafter Jünger. (John Whitmer’s History, Kapitel 6)

 

Die Mormonen-Publikation  Times and Seasons gab zu, dass “falsche Geister” manchmal in der Kirche gewesen waren:

 

„Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage hatte auch ihre FALSCHEN GEISTER gehabt;…

Bald nachdem das Evangelium in Kirtland aufgerichtet war und während der Abwesenheit der Autoritäten der Kirche, wurden viele FALSCHE GEISTER eingeführt, viele merkwürdige VISIONEN wurden gesehen, und wilde, begeisternde Ansichten wurden aufrechterhalten; Männer rannten unter dem Einfluss dieses Geistes aus den Türen und einige von ihnen stellten sich auf Baumstümpfe und riefen, und alle Arten von Überspanntheiten wurden von ihnen hineingebracht; ein Mann verfolgte eine Kugel, von der er sagte, dass er sie durch die Luft fliegen sah, bis er an einen Abgrund kam und in den Wipfel eines Baumes sprang, der ihm das Leben rettete, und viele lächerliche Dinge kamen hinein, nur um Ungnade über die Kirche Gottes zu bringen;… In einer nachfolgenden Periode war ein Shakergeist dabei eingeführt zu werden; … Wir haben auch Geschwister gehabt, die fälschlich die Gabe der Zunge gehabt hatten; sie sprachen mit Gemurmel, mit unnatürlicher Stimme und ihre Körper wurden verzerrt wie die Irvingiten…; während im Geist Gottes nichts unnatürlich ist…

Es gab auch dienende Engel in der Kirche, die von SATAN waren, die als Engel des Lichts erschienen: - Eine Schwester im Staat New York hatte eine Vision, die sagte, dass ihr gesagt wurde, wenn sie an einen bestimmten Ort im Wald gehen würde, dass ihr EIN ENGEL erscheinen würde, - sie ging zur festgelegten Zeit dorthin und sah eine herrliche Person, die weiß gekleidet MIT SANDFARBENEN HAAREN herabstieg;… Viele wahre Dinge wurden von dieser Person gesprochen, die FALSCH waren. – Wie, könnte man fragen, wüsste man, dass dies ein BÖSER ENGEL war? An Hand der FARBE SEINES HAARES; das ist einer der Kennzeichen, an dem er erkannt werden kann und durch seinen Widerspruch zu einer früheren Offenbarung.“ (Times and Seasons, herausgegeben von Joseph Smith, 1. April 1842, Bd. 3, S. 747)

 

Der Mormonenapostel George A. Smith erzählte folgendes in Bezug auf einen Mormonen der als „Black Pete“ bekannt war:

 

„Sie hatten auf der Farm eine Versammlung und unter ihnen befand sich ein Neger, der im Allgemeinen als Black Pete bekannt war, der ein Offenbarer wurde. Andere gaben ebenfalls wundervolle Entfaltungen kund; sie konnten Engel sehen, und Briefe kämen vom Himmel herunter, sagten sie, und sie wären durch einige wunderbare Verdrehungen geführt worden. Schließlich sah Black Pete bei einer Gelegenheit eine jener Offenbarungen, die von einem schwarzen Engel getragen wurde; er machte sich hinter ihr her und rannte auf ein fünfundzwanzig Fuß tiefes Steilufer zu, flog durch einen Baumwipfel in den Chagrin-Fluss darunter. Er kam mit einigen Kratzern heraus und seine Glut war irgendwie abgekühlt.“ (Journal of Discourses, Bd. 11, Seite 4)

 

Bei mindestens einer Gelegenheit hatte selbst Joseph Smith es schwer, zu entscheiden, ob eine Kundgebung von Gott oder vom Teufel war. Ezra Booth erzählte folgendes:

 

„Während des 4. Juni, ich war ich für die Sitzungen der Konferenz berufen, wurde bestätigt, dass dies die Zeit wäre, die bestimmt ist, das große und mächtige Werk zu beginnen,… Smith verkündete am Tag vor der Konferenz, während er bekannte, vom Geist der Prophezeiung erfüllt zu sein, dass ‚keine drei Tage vergehen sollten, bevor einige ihren Erlöser sehen würden, von Angesicht zu Angesicht’. Bald nachdem die Sitzung begann, …erinnerte er die Anwesenden an die Prophezeiung, die, wie er sagte, ‚gestern durch den Geist gegeben wurde’… nach einer langen Rede gerieten er und einige andere in Erregung. Er legte dann seine Hände auf Elder White, der großen Anteil an den warmen Gefühlen seines Führers hatte, und ordinierte ihn zum Hohenpriestertum… White erhob sich und zeigte ein blasses Gesicht, einen grimmigen Blick, mit ausgestreckten Armen und seine Hände nach hinten verkrampft; der ganze Organismus schüttelte und es war ein sehr unfreundlicher Anblick. Er führte sich selbst als ein Beispiel der großen Macht Gottes vor und rief denen um ihn herum zu: ‚Wenn ihr ein Zeichen sehen wollt, schaut mich an.’ Dann stieg er auf eine Bank und verkündete mit einer lauten Stimme, dass er den Erlöser sähe; und somit hatte er rechtzeitig Smiths Prophezeiung vor der verdienten Verachtung gerettet. – Es verschaffte aber White die Vollmacht, den Rest zu ordinieren. So sagte es der Geist und so sagte es Smith. Der Geist in Smith erwählte diejenigen, die ordiniert werden sollten, und der Geist in White ordinierte sie. Aber der Geist in White erwies sich als irrender Diktator, so dass einige der Kandidaten das Gewicht der Hände dreimal spürten, bevor das Werk richtig getan war. Ein weiterer Ältester, der zu demselben Amt wie White ordiniert worden war,… bewegte sich auf dem Fußboden herum, seine Beine zu einem Bogen gekrümmt; eine Schulter über die andere angehoben, wodurch der Kopf sich zurückzuneigen schien, seine Arme zum Teil ausgestreckt, seine Hände zum Teil zusammengepresst, sein Mund halb geöffnet und in Form eines schräg gestellten O verkrampft; seine Augen nahmen einen wilden, grausamen Blick an und seine gesamte Erscheinung lieferte dem Blick der Betrachter ein erschreckendes Bild. – ‚Sprechen Sie, Bruder Harvey’, sagte Smith. Aber Harvey teilte durch Zeichen mit, dass seine Macht der Artikulation vorläufig ausgeschaltet und vom Teufel ist, aber Smith sagte: ‚Der Herr fesselt, um wieder frei zu lassen.’ Nachdem verschiedene Meinungen abgegeben worden waren, und es gab eine große Verwirrung, erfuhr Smith durch den Geist, dass Harvey sich unter einem diabolischen Einfluss befand und dass Satan ihn gefesselt hätte; und er gebot dem unsauberen Geist, aus ihm herauszukommen.“ (Mormonism Unvailed, 1834, S. 188-189)

 

Der Mormonenschreiber Max H. Parkin gibt folgende Information in Bezug auf denselben Vorfall:

 

„Während des letzten Teils des Februar 1831 zeichnete der Prophet eine Offenbarung auf, die ihn anwies, die Missionare zu sammeln… nach Kirtland… Levi Hancock, ein Zeuge der merkwürdigen Ereignisse, sagte, dass, während Joseph Smith Harvey Whitlock zum Hohenpriester ordinierte, „Er so schwarz wurde, wie Lyman [Wight] weiß war. Seine Finger waren wie Klauen geformt. Er ging im Raum umher und zeigte seine Hände und versuchte zu sprechen, seine Augen hatten die Form von Ovalen.’ Hyrum Smith war nicht gewillt, sein Benehmen als von Gott zu akzeptieren, und sagte es seinem Bruder, dem Propheten. Joseph erwiderte: ‚SPRICH NICHT DAGEGEN.’ ‚Ich werde nicht glauben, es sei denn, du befragst Gott, und er anerkennt es’, forderte Hyrum. ‚Joseph neigte seinen Kopf und nach kurzer Zeit richtete er sich auf und gebot Satan, Harvey zu verlassen’, schloss Levi Hancock, ‚während er gleichzeitig seine Hände auf sein Haupt legte.’…

Leman Copley, ein sehr großer Mann von zweihundertundvierzehn Pfund, machte von seinem Sitzplatz am Fenster einen kompletten Salto ins Haus und landete quer über einer Bank, wo er hilflos dalag. Der Prophet wies Lyman Wight an, Satan aus Copley zu ‚vertreiben’, worauf ihn der böse Geist sofort verließ. Dann war ein anderer, Harvey Green, gefesselt und begann, wie ein Panther zu schreien. Diese Auswirkungen hielten den ganzen Tag bis in die Nacht an, unterbrochen von den Anweisungen ihres Propheten. Levi Hancock dachte über die Szenen des Tages nach, indem er schrieb: ‚Ich hatte solche Angst, dass ich mich ohne seine [Josephs] Erlaubnis nicht in die Welt hinaus wagte. Ich wusste, dass die Dinge, die ich gesehen hatte, nicht vorgespielt waren.’“ (Conflict at Kirtland, von Max H. Parkin, S. 79-80)

 

David Whitmer, einer der Drei Zeugen für das Buch Mormon, machte folgende Aussage: „In Bruder Johns Geschichte spricht er vom Geist Gottes, der bei dieser Gelegenheit im Überfluss ausgegossen wurde, einige sahen Visionen, usw., aber Brüder, ihr werdet in der nächsten Welt erfahren, wenn ihr es nicht schon wisst, dass der Teufel Visionen geben kann, indem er als Engel des Lichts erscheint. Bruder John gibt einen Bericht von einer Prophezeiung, die von Lyman Wight geäußert wurde, direkt nachdem Bruder Joseph ihn zum Hohenpriester ordinierte, und diese Prophezeiung wird sich als falsche Prophezeiung erweisen. Bruder Johns Geschichte der Kirche sagt folgendes: ‚Er (Joseph) legte seine Hände auf Lyman Wight und ordinierte ihn zum Hohenpriestertum nach der heiligen Ordnung Gottes. Und der Geist fiel auf Lyman und er prophezeite in Bezug auf das Kommen Christi. Er sagte, dass es einige in der Versammlung gäbe, die leben würden, bis der Erlöser mit einem Ruf vom Himmel herabsteigt, mit all den heiligen Engeln bei sich, usw. Die frühe Zukunft wird zeigen, ob diese Prophezeiung wahr oder falsch war.“ (An Address To All Beleivers In Christ, Seite 65)

 

Am 9. Februar 1843 gab Joseph Smith eine Offenbarung, die angeblich „drei große Schlüssel“ liefert, „durch die gute oder böse Geister unterschieden werden können“. Sie wird jetzt als Abschnitt 129 in Lehre und Bündnisse wie folgt veröffentlicht:

 

„1. Im Himmel gibt es zwei Arten von Wesen; erstens Engel, die auferstandene Personen sind und einen Körper von Fleisch und Bein haben.

2. Zum Beispiel: Christus sagte: Fühlet mich und sehet; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr sehet, dass ich habe.

3. Zweitens, die Geister vollkommen gemachter, gerechter Menschen, die noch nicht auferstanden sind, aber dieselbe Herrlichkeit ererben werden.

4. Wenn ein Bote kommt und sagt, er habe dir eine Botschaft von Gott zu überbringen, dann BIETE IHM DIE HAND DAR UND VERLANGE VON IHM, DIR DIE SEINIGE ZU REICHEN.

5. Wenn es ein Engel ist, wird er es tun, und du wirst SEINE HAND FÜHLEN.

6. Ist es der Geist eines gerechten, vollkommen gemachten Menschen, dann wird er in seiner Herrlichkeit erscheinen, denn dies ist die einzige Weise, wie er erscheinen kann.

7. Verlange von ihm, dir die Hand zu reichen. ER WIRD SICH NICHT RÜHREN, denn es ist der Ordnung des Himmels zuwider, dass ein gerechter Mensch täusche. Aber er wird dir dennoch seine Botschaft ausrichten.

8. Wenn es DER TEUFEL als ein Engel des Lichtes ist, und du verlangst von ihm, dir die Hand zu reichen, so wird er DIR SEINE HAND DARBIETEN, DOCH WIRST DU NICHTS FÜHLEN. Daran kannst du ihn erkennen.

9. Dieses sind drei wichtige Schlüssel, wodurch du wissen kannst, ob irgendeine Erscheinung von Gott kommt.

(Lehre und Bündnisse, Abschnitt 129)

 

Gemäß dieser Offenbarung hätte es den Anschein, wenn der Teufel je herausfinden würde, dass jemand seine Hand nicht fühlen kann, dass er Joseph Smiths Anhänger in großem Maß täuschen könnte, indem er sich weigert, die Hand zu geben, so dass sie denken würden, dass er „ein rechtschaffener vollkommen gemachter Mann“ wäre.

Heber C. Kimball,

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der ein Mitglied der Ersten Präsidentschaft war, behauptete, dass er den Teufel mit einer Waffe des Todes verscheuchen könnte:

 

„Nun werde ich euch sagen: Ich habe jeder Zeit einhundert Schuss zur Hand, - drei oder vier Fünfzehnschüsser und drei oder vier Revolver, direkt in dem Zimmer, in dem ich schlafe; und der Teufel möchte dort nicht schlafen, denn er fürchtet sich, dass sie mit gespanntem Hebel losgehen werden.

Wenn ihr ein BOWIE-MESSER ODER EINEN GELADENEN REVOLVER jede Nacht UNTER EUER KISSEN LEGT, werdet ihr nicht viele unfreundliche Träume und auch keinen Ärger mit Albträumen haben; denn es gibt nichts, wovor sich der Teufel so sehr fürchtet, ALS EINE WAFFE DES TODES.“ (Journal of Discourses, Bd. 5, Seite 164)

 

Es scheint als konnten die frühen Mormonen fast alles in Visionen sehen. John Pulsipher berichtete folgendes in seinem Journal:

 

„An einem freundlichen Tag im März, während ich im Wald bei der Arbeit war, ungefähr eine Meile vom Tempel entfernt,… fuhr ein DAMPFER ÜBER KIRTLAND IN DER LUFT VORBEI! Es war ein klarer sonniger Tag. Als wir das erste Mal das Geräusch aus der Ferne hörten, stellten wir alle die Arbeit ein. Wir lauschten und fragten uns, was es sein könnte. Während es näher kam, hörten wird das Schnaufen eines Dampfers, vermischt mit einem Geräusch von vielen Wagen, die über eine grobe, steinige Straße ratterten. Wir alle lauschten verwundert – aber konnten nicht erkennen, was es war. Es schien direkt über unsere Köpfe hinweg zu fahren – wir alle hörten das Geräusch eines Dampfers, so deutlich wie noch nie in unserem Leben. Er fuhr direkt vorbei und entschwand bald unserem Gehör. Als er die Stadt hinunterfuhr, wurde er von einer Anzahl Leuten gesehen. Es war ein großes, schönes Boot, im feinsten Stil bemalt. Es war voller Leute. Alle schienen voller Freude. Den alten Ältesten Beamon, der einige Tage vorher gestorben war, hatte man im Bug des Bootes stehen sehen, und er schwang seinen Hut und sang eine wohlbekannte Hymne. Das Boot fuhr stetig über der Stadt hinweg, überquerte direkt den Tempel und entschwand nach Westen außer Sicht! Dieses wunderbare Gesicht ermutigte die Heiligen, da sie wussten, dass der Herr sie nicht vergessen hatte.

Die Leute in Kirtland, die den Dampfer in der Luft gesehen hatten, sagten, er wäre über dem Tempel angekommen, ein Teil wäre weggebrochen und wurde schwarz und es fuhr nach Norden und war bald außer Sicht. Während das Boot, alles in perfektem Zustand, noch schöner und reiner als zuvor nach Westen fuhr.“("John Pulsipher Journal”, wie in Conflict at Kirtland, S. 331 zitiert)

 

Levi Hancock

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erzählte folgendes in seinem Journal:

 

„Als die Nacht hereinbrach… hatten wir einen schweren Gang. Einige sagten, dass sie das Gefühl hätten, als hätte sich Satan ihrer bemächtigt. Andere hatten das Gefühl, als hingen der Satan und seine Engel an ihnen… Ich sagte: ‚Lasst uns beten!’ Also knieten wir uns alle nieder und beteten im Kreis reihum. Sobald der letzte ungefähr um neun Uhr nachts durch war und der Mond hell schien, konnte man einen plötzlichen Schrei eines Esels ungefähr zwanzig Fuß hinter uns hören. Wir schauten und konnten dort auf dem Weg nichts sehen. Es begann, die ganze Zeit in Richtung zum Teich wie ein Esel zu schreien… Dieses Geschrei setzte sich über den Teich fort und stieg die hohen Hügel hinauf auf die andere Seite, bis es leiser und leiser wurde, bis es nicht mehr zu hören war. ‚Da’, sagte Bruder Baldwin, ‚dies beweist mir, dass dieses Werk wahr ist, denn als wir um Hilfe beteten, rannte der Teufel davon.’ Wir hatten alle das Gefühl, dass es Satan gewesen sein musste,… Gott weiß, dass ich nicht lüge.“ („Levi Hancock Journal“, S. 50-51, wie in Conflict at Kirtland, Seite 81, zitiert)

 

Aber der Leser mag sich fragen: Waren die Buch-Mormon-Zeugen so leichtgläubig? Antimormonische Schreiber behaupten, dass sie es waren. E. D. Howe,

 

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zum Beispiel, machte folgende Aussage in Bezug auf Martin Harris:

 

„Er befand sich natürlicherweise auf einer sehr visionären Seite des Geistes in Bezug auf die Sache der Religion, der eine Meinung nur kurze Zeit behielt… Er verkündet ständig, dass er mit Jesus Christus , mit Engeln und dem Teufel gesprochen hätte. Christus, so sagt er, ist der stattlichste Mann, den er je gesehen habe; und der TEUFEL SIEHT SEHR WIE EIN ESEL AUS, mit sehr kurzem, glattem Haar, dem einer Maus ähnlich… Er ist ständig zur Prophezeiung bereit,… er prophezeit ständig vom Kommen Christi, der Zerstörung der Welt und der Verdammnis bestimmter Personen. Einmal verkündete er, dass Christus innerhalb von fünfzehn Jahren auf der Erde sein würde, und alle, die nicht an das Buch Mormon glaubten, würden vernichtet werden… Intelligente Leute glauben im Allgemeinen von Martin, dass er unter einer teilweisen Geistesgestörtheit wirkt; und dass irgendein angesehenes Geschworenengericht seine Zeugenaussage, die in jedem Fall von einer solch unbedeutenden Natur ist, annehmen würde, glauben wir nicht; dennoch lassen ihn die Themen des Wahns für einen kompetenten Zeugen halten, der Wunder der unlogischsten Art vollbringen kann.“ (Mormonism Unvailed, Painsesville, Ohio, 1834, S. 13-15)

 

J. J. Moses gab folgendes Zeugnis in Braden and Kelly Debate, S. 387:

„Frage: Können Sie erklären, was Martin Harris Ihnen in Bezug auf das Sehen des Teufels sagte? Antwort: Er sagte, dass er den Teufel sah und dass ER WIE EIN ESEL AUSSAH, und er hatte Haare wie eine Maus…“

 

Stephen H. Hart,… arbeitete fünfzehn oder zwanzig Jahre lang ab und zu für mich. Sein Urteilsvermögen über die Farmarbeit war gut. Eines Nachts ging er ohne Licht die Treppe hinauf zu Bett, aber bald kam er herunter und sagte, dass der Teufel sein Bett zerwühlt hätte. Meine Frau ging mit dem Licht hinauf und fand, dass das Bett in Ordnung war; Martin sagte, dass der Teufel es wieder in Ordnung gebracht hätte. Es gab einen Stapel Bettzeug und wir vermuteten, dass er diesen anstatt seines Bettes gefühlt hatte. Eines Nachts fiel er die Treppe hinunter; er sagte, dass der Teufel an sein Bett kam und er hätte eine Rauferei mit ihm gehabt und der Teufel hätte ihn die Treppe hinuntergeworfen. Jeden Fehler schrieb er dem Teufel zu. Martin behauptete, dass er verjüngt werden würde und dass er wie Enoch entrückt werden würde… Martin sagte, als er energisch über die Platten befragt wurde, von denen angeblich das Buch Mormon entnommen worden wäre, dass er die Platten durch das Auge des Glaubens sah.“ (Statement of Stephen H. Hart, wie in Naked Truths About Mormonism, Oakland, Calif., April 1888, Seite 3, zitiert)

 

Fawn Brodie

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hat das Gefühl, dass Joseph Smith fähig war, die Buch-Mormon-Zeugen zu überzeugen, dass sie eine Vision gesehen hätten. Vielleicht hat Mrs. Brodie Recht. Mary Rollins Lightner (eine fromme Mormonin)

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schrieb folgende interessante Information in ihr Tagebuch:

 

„Wenige Abende danach… gingen Mutter und ich hinüber zum Heim der Smiths… Nach Gebet und Gesang, begann Joseph zu reden. Plötzlich hielt er inne und er schien fast versteinert. Er schaute nach oben und sein Gesicht überstrahlte die Kerze, die im Regal direkt hinter ihm stand… er schaute uns sehr feierlich an und sagte: ‚Geschwister, wisst ihr wer heute Nacht in unserer Mitte gewesen ist?’ Einer aus der Familie Smith sagte: ‚Ein Engel des Herrn.’ Joseph antwortete nicht. Martin Harris saß zu Füßen des Propheten auf einer Kiste. Er rutschte zu seinen Knien, umarmte die Knie des Propheten und sagte: ‚Ich weiß, ES WAR UNSER HERR UND ERLÖSER, JESUS CHRISTUS.’ Joseph legte seine Hand auf Martins Kopf und antwortete: ‚Martin, Gott hat dir das offenbart. Geschwister, der Herr ist in eurer Mitte gewesen. Ich möchte, dass ihr euch daran erinnert. Er warf einen Schleier über eure Augen, weil ihr nicht ertragen könntet, auf Ihn zu blicken.“ („Mary Elizabeth Rollins Lightner Journal“, wie in Conflict at Kirtland, von Max Parkin, S. 82-83, zitiert)

 
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